Ausstellung „Körperbilder“ in Bielefeld hinterfragt Schönheitsideale

HSBI-Projekt zur GENIALE 2026 beleuchtet gesellschaftliche Erwartungen an den Körper und lädt Besucher zum Mitmachen ein

Bielefeld. Wie beeinflussen Werbung, soziale Medien und gesellschaftliche Erwartungen den Blick auf den eigenen Körper? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Ausstellung „Körperbilder“, die im Rahmen der GENIALE 2026 in Bielefeld gezeigt wird. Vom 14. Oktober bis zum 21. November 2026 können Interessierte im HSBI-Satellit in der Wissenswerkstadt unterschiedliche Perspektiven auf Körperwahrnehmung, Schönheitsideale und gesellschaftliche Rollenbilder kennenlernen.

© HSBI

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Die Ausstellung ist Teil der Veranstaltungsreihe „GENIALE 2026: Wie geht’s uns?“ und verbindet zwei Forschungsprojekte der Ruhr-Universität Bochum, der University of Nottingham und der Hochschule Bielefeld (HSBI). Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von Körperbildern sowie die Frage, wie Vorstellungen von Schönheit, Stärke und Disziplin das persönliche Selbstbild beeinflussen.

Männliche Körperideale zwischen Stärke und Leistungsdruck

Ein Ausstellungsteil beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Vorstellungen vom männlichen Körper. Muskeln, körperliche Leistungsfähigkeit und ein definiertes Erscheinungsbild gelten häufig als Merkmale eines vermeintlichen Ideals. Doch welchen Einfluss haben solche Erwartungen auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers?

Anhand von Fotografien, Texten, Installationen und persönlichen Aussagen setzen sich Männer mit ihrem Verhältnis zum eigenen Körper auseinander. Dabei wird sichtbar, wie Vorstellungen von Stärke, Disziplin und Potenz das Selbstbild prägen und welche Fragen daraus entstehen.

Persönliche Erfahrungen mit weiblichen Körperbildern

Eine weitere Perspektive eröffnet das Projekt „zwischenzeilenraum – warum alle meine Freundinnen essgestört sind“ der HSBI-Studierenden Laura Grossmann. Der Ausstellungsteil beschäftigt sich mit weiblichen Körperbildern, Essverhalten und gesellschaftlichen Erwartungen.

Grundlage ist eine Heftreihe mit anonym erhobenen persönlichen Erfahrungen. Die individuellen Berichte werden mit feministischer Literatur, Songtexten und Gedichten verbunden. Dadurch werden unterschiedliche Erfahrungen und die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Schönheitsvorstellungen und dem persönlichen Umgang mit dem eigenen Körper thematisiert.

Besucher können die Ausstellung mitgestalten

Die Ausstellung beschränkt sich nicht auf die Präsentation der Forschungsprojekte. An verschiedenen Stellen sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, eigene Gedanken, Erfahrungen und Eindrücke zu hinterlassen.

Diese Beiträge sollen die Ausstellung im Verlauf ihrer Laufzeit ergänzen. Auf diese Weise können weitere Perspektiven, Zweifel und Widersprüche sichtbar werden. Die Ausstellung entwickelt sich damit durch die Beteiligung des Publikums weiter.

Vernissage und Ausstellungszeitraum

Die Vernissage findet am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 18 Uhr statt. Die Ausstellung ist anschließend vom 14. Oktober bis zum 21. November 2026 im Galerieraum des HSBI-Satelliten in der Wissenswerkstadt zu sehen.

Veranstaltungsort ist die Wissenswerkstadt, Wilhelmstraße 3, 33602 Bielefeld.

Auf dem Ausstellungsplakat werden außerdem Artur Felix Blank, Vincent Botzet, Arne Bredemeyer, Lukas Büker, Moritz Gabriel, Jonas Glanz, Leon Haas, Nico Kordhanke, Stefan Marx, Kjell Reising und Stefan Kunzke genannt.