Lippische Landfrauen und Museumsbesucher binden rund 40 Erntekronen für die Sonderausstellung ab 2. Oktober
Detmold. Erntekronen im LWL-Museum Hellerlecht werden Teil der ersten großen Sonderausstellung im neuen Forum des Museums. Ab dem 2. Oktober ist dort die Ausstellung „Materia – Holz, Lehm, Stroh, Beton“ zu sehen.

Durch die Zusammenarbeit mit den Lippischen Landfrauen und den Besucher:innen des LWL-Museums Hellerlecht entstanden Erntekronen für die neue Sonderausstellung.
Foto: LWL/Stein
Zur Vorbereitung lud das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit den Lippischen Landfrauen zu einem offenen Mitmachprogramm ein. Zusammen mit Besucherinnen und Besuchern banden sie Erntekronen aus Stroh. Nach einer kurzen Einführung ging es dabei auch um die historische Bedeutung der Erntekronen zwischen Erntedankgottesdienst und ideologischem Missbrauch.
Der Erntedank hat in christlichen Kirchen seit dem 3. Jahrhundert Tradition. Erntekronen und Erntekränze werden seit dem 18. Jahrhundert als Dank für eine gute Ernte gefertigt. In früheren Jahrhunderten hatte dieser Dank besondere Bedeutung, da Schädlinge, kriegsbedingter Raub und Zerstörung sowie Witterungsbedingungen zu Ernteausfällen und Hungersnöten führen konnten. Die vier Bögen einer Erntekrone werden unter anderem mit den vier Jahreszeiten und den vier Himmelsrichtungen verbunden.
Die Erntekronen im LWL-Museum Hellerlecht entstanden durch gemeinsames Wickeln, Binden und Gestalten. Erwachsene und Kinder konnten dabei mit Stroh arbeiten, das neben seiner Verwendung als Einstreu und Bastelmaterial auch als Baustoff eingesetzt werden kann.
Insgesamt entstanden rund 40 Erntekronen. Sie werden ab Oktober in der Sonderausstellung „Materia – Holz, Lehm, Stroh, Beton“ zu sehen sein.
Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.lwl-museum-hellerlecht.de.





