Sensorsystem erfasst Störstoffe bei der Leerung – zunächst dient die Technik ausschließlich der Datenerfassung und Analyse
Kreis Minden-Lübbecke. DeepScan für die Biotonne kommt ab der 35. Kalenderwoche in Preußisch Oldendorf, Rahden, Stemwede, Hüllhorst, Lübbecke, Espelkamp und Petershagen zum Einsatz. Auf den Sammelfahrzeugen von PreZero und Wüppenhorst Entsorgung wird das Sensorsystem „DeepScan“ von SCANTEC (Zöller) eingesetzt. Ziel ist es, den Anteil von Störstoffen im Biomüll präzise zu erfassen und die Recyclingqualität zu sichern.

Foto: EMiL AöR. Bildunterschrift: „Immer noch das Hauptproblem der Kompostwerke: Plastik in der Biotonne.“
Das System erfasst den Inhalt der Biotonne direkt beim Anheben an der Schüttung und damit noch bevor der Abfall in das Fahrzeug gekippt wird. Fremdkörper wie Plastik, Glas oder Restabfall können dadurch digital erkannt und ausgewertet werden.
Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich bei der Abfuhr zunächst nichts. Die Technik dient in dieser Phase ausschließlich der Datenerfassung, Analyse und Systemabstimmung. Ein automatischer Schüttungsstopp ist noch nicht aktiv. Tonnen werden daher nicht allein aufgrund der vom Sensor ermittelten Werte stehen gelassen.
Wie bisher gilt allerdings: Offensichtlich grob fehlbefüllte Tonnen werden vom Fahrpersonal weiterhin nicht geleert.
Über die Ergebnisse der Analysephase und mögliche weitere Schritte im Regelbetrieb wollen die Kommunen und Entsorger rechtzeitig informieren. Zugleich weist die EMiL Entsorgungswirtschaft Minden-Lübbecke AöR darauf hin, dass insbesondere Plastiktüten nicht in die braune Tonne gehören. Das gilt auch für sogenannte „kompostierbare“ Bio-Folienbeutel. DeepScan für die Biotonne soll dazu beitragen, die vorhandenen Störstoffe genauer zu erfassen.





