Kräuterwissen, Papierblumen, Führungen und Kräuterküche stehen beim familienfreundlichen Thementag im Mittelpunkt
Lichtenau-Dalheim. Der Krautbundtag im Kloster Dalheim widmet sich am Sonntag, 16. August, einem Brauch, der nach Angaben des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht. Im Volksglauben galten Krautbunde über Jahrhunderte als Schutz vor Hagel, Regen, Blitz und schweren Krankheiten. Traditionell werden sie in der Zeit um Mariä Himmelfahrt geweiht.

Beim Programm des Krautbundtags (16.08.) im Kloster Dalheim färben kleine Museumsgäste Papier ein und stellen daraus bunte Blumen her.
Foto: LWL/Dana Giebken
Von 13 bis 17 Uhr zeigt die Kräuterexpertin und Brauchtumsforscherin Beate von Sobbe im Konventgarten in historischer Tracht, welche Kräuter in unterschiedlichen Regionen zu einem Krautbund gehörten und welche Bedeutung ihnen in Volksglauben und Medizin zugeschrieben wurde. Zu den typischen Bestandteilen zählen unter anderem Getreidesorten, Golddistel und Königskerze.
Für Kinder gibt es von 13 bis 15 Uhr ein museumspädagogisches Angebot. Sie färben Papier in unterschiedlichen Farben ein und gestalten daraus eigene Blumen. Erwachsene können um 13.30 Uhr bei einer öffentlichen Führung durch die Dalheimer Klostergärten das „Paradies hinter der Mauer“ kennenlernen. Um 15 Uhr wird eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Die Macht der Regeln! Zwischen Freiheit und Kontrolle“ angeboten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das Klosterwirtshaus bietet von 11 bis 18 Uhr unter dem Motto „Kräuterküche – Speisen mit Blüten und Kräutern“ Gerichte mit Blüten und Kräutern an.
Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen, die nicht für Gruppen vorgesehen sind, kostet 3 Euro pro Erwachsenem plus Museumseintritt. Für das museumspädagogische Programm fallen 4 Euro Materialkosten pro Kind an. Der Krautbundtag im Kloster Dalheim richtet sich an Kinder und Erwachsene, die mehr über das traditionelle Krautbundbinden und seine Geschichte erfahren möchten.





