Städtepartnerschaft Büren und Ignalina beim Stadtjubiläum

Bürener Delegation besucht das 160-jährige Bestehen der litauischen Partnerstadt – Franciscus Janssens wird Ehrenbürger

Büren. Die Städtepartnerschaft Büren und Ignalina stand beim 160. Stadtjubiläum der litauischen Partnerstadt im Mittelpunkt. Eine Delegation aus Büren reiste zu den Feierlichkeiten nach Litauen und bekräftigte die seit 23 Jahren bestehende Freundschaft zwischen den beiden Städten.

14 Mitglieder der Delegationen stehen und sitzen auf einer Wiese vor der bewaldeten Seenlandschaft am Aussichtshügel Ladakalnis.

Die Delegationen aus der Ukraine, Polen und Büren nach dem Aufstieg auf den Aussichtshügel Ladakalnis. © Foto: Stadt Ignalina

Die Partnerschaft war seinerzeit von den ehemaligen Bürgermeistern Bronis Ropė und Wolfgang Runge besiegelt worden. Zur Bürener Delegation gehörten Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Stadtmarketingleiter Alexander Menke und Pressesprecherin Annalena Henke.

Auch die Malteser aus Büren waren vertreten. Dunja und Alexander Hentschel sowie Franciscus Janssens und seine Frau Gisela nahmen an der Reise teil. Die Malteser organisieren seit Jahrzehnten regelmäßig Hilfstransporte nach Ignalina.

Neben den Gästen aus Büren waren Delegationen aus der polnischen Stadt Serock und der ukrainischen Stadt Korsun-Schewtschenkiwskyj eingeladen. Beide Kommunen sind ebenfalls Partnerstädte Ignalinas.

Ignalina als „Land der Seen“

Während ihres Aufenthalts lernte die Gruppe die Landschaft und Kultur der Region kennen. Zum Programm gehörte eine Bootstour durch den Aukštaitija-Nationalpark. Die Route führte am ländlich gelegenen Palūšė mit einer der ältesten Holzkirchen Litauens vorbei.

Beim Aufstieg auf den Aussichtshügel Ladakalnis bot sich den Teilnehmenden ein Blick auf sieben umliegende Seen. Außerdem standen ein Ausflug in die litauische Hauptstadt Vilnius sowie Konzerte und weitere Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum auf dem Programm.

Appell für Frieden und europäischen Zusammenhalt

Höhepunkt des Veranstaltungswochenendes war eine feierliche Ratssitzung im Kulturzentrum. Ignalinas Bürgermeister Laimutis Ragaišis erinnerte an die seit 1990 bestehende Unabhängigkeit Litauens von der Sowjetunion und rief die Bevölkerung angesichts äußerer Bedrohungen zu Wachsamkeit und Zusammenhalt auf.

Mit den Worten „Būkime savo miesto ir krašto šeimininkai“ appellierte er an die Menschen, Verantwortung für ihre Stadt und ihre Heimat zu übernehmen.

Jolanta Karpavičienė, Chefberaterin des litauischen Staatspräsidenten Gitanas Nausėda, bezog auch die europäischen Partner, Freunde und Verbündeten in diesen Appell ein. Sie beendete ihre Ansprache mit den Worten: „Starkes Ignalina. Starkes Litauen. Starkes Europa!“

Bürgermeister Burkhard Schwuchow betonte in seiner Rede die Bedeutung der persönlichen Beziehungen zwischen den Partnerstädten. „Aus Verbündeten, so habe ich es in den vergangenen Jahren erlebt, werden Freunde. Und Freundschaft ist die Grundlage für Frieden“, sagte Schwuchow. Die Begegnungen mit den Delegationen aus Polen und der Ukraine hätten das europäische Netzwerk weiter gestärkt.

Franciscus Janssens wird Ehrenbürger

Im Rahmen der Ratssitzung zeichnete die Stadt Ignalina mehrere Menschen aus, die sich in besonderer Weise für die Kommune eingesetzt haben. Zu ihnen gehörte Franciscus Janssens aus Büren, der zum Ehrenbürger von Ignalina ernannt wurde.

Als Auslandsbeauftragter der Malteser Büren organisiert Janssens seit mehr als 30 Jahren Hilfstransporte in die litauische Stadt. Unter anderem war er am Aufbau des Kinderheims Didžiasalis und eines Versorgungsnetzes für das Altenheim Dūkštas beteiligt. Sein Engagement umfasst die Bereiche Pflege, Gesundheitswesen und Bildung.

Die Beteiligten blicken auf das Jubiläumswochenende zurück und freuen sich im Rahmen der Städtepartnerschaft Büren und Ignalina auf weitere gemeinsame Treffen.

14 Mitglieder der Delegationen stehen und sitzen auf einer Wiese vor der bewaldeten Seenlandschaft am Aussichtshügel Ladakalnis. Bildunterschrift: Die Delegationen aus der Ukraine, Polen und Büren nach dem Aufstieg auf den Aussichtshügel Ladakalnis.