Zahlen zum Rentenzugang 2024 zeigen deutliche regionale Unterschiede – Frauen erhalten in ganz Ostwestfalen-Lippe weniger als Männer

Älteres Paar sitzt nachdenklich an einem Tisch mit Bargeld, Taschenrechner und Notizblock.
Bildhinweis: KI-generiertes Symbolbild
Ostwestfalen-Lippe. Der DGB-Rentenreport 2026 zeigt, dass Frauen und Männer in der Region mit deutlich unterschiedlichen Altersrenten in den Ruhestand starten. Grundlage sind Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund zu den Rentenzugängen 2024 ohne Nullrenten.
Nach Angaben des DGB Nordrhein-Westfalen reichen die gesetzlichen Renten für viele Menschen kaum aus, um den bisherigen Lebensstandard im Alter zu sichern. Der Report verweist dabei auf den Zusammenhang zwischen Rentenhöhe, Löhnen, Tarifbindung und Erwerbsverläufen.
„Wer jahrzehntelang gearbeitet hat, muss im Alter von seiner Rente leben können. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass dieses Versprechen für viele Menschen in OWL nicht eingelöst wird“, erklärt Lisa Marie Krätschmer, Gewerkschaftssekretärin beim DGB OWL.
Regionale Unterschiede bei Männern PDF öffnen
Bei Männern lagen die durchschnittlichen Altersrenten für Neurentner 2024 zwischen 1.265,72 Euro in Bielefeld und 1.473,72 Euro im Kreis Gütersloh. In den übrigen Teilen der Region betrugen die Zahlbeträge 1.391,01 Euro im Kreis Herford, 1.375,24 Euro im Kreis Lippe, 1.350,14 Euro im Kreis Minden-Lübbecke, 1.311,56 Euro im Kreis Höxter und 1.405,08 Euro im Kreis Paderborn.
Frauen erhalten deutlich weniger PDF öffnen
Bei Frauen reichten die durchschnittlichen Zahlbeträge von 881,58 Euro im Kreis Höxter bis 995,64 Euro im Kreis Minden-Lübbecke. In Bielefeld erhielten Neurentnerinnen durchschnittlich 968,05 Euro, im Kreis Herford 993,28 Euro, im Kreis Gütersloh 967,12 Euro, im Kreis Lippe 942,54 Euro und im Kreis Paderborn 885,63 Euro.
„Die Zahlen zeigen, dass viele Frauen selbst nach einem langen Arbeitsleben mit einer Rente auskommen müssen, die kaum zum Leben reicht. Das ist keine Frage individueller Entscheidungen, sondern das Ergebnis struktureller Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt – von geringeren Löhnen über Teilzeit bis hin zu unterbrochenen Erwerbsbiografien“, so Krätschmer.
Im nordrhein-westfälischen Durchschnitt belief sich die Altersrente beim Rentenzugang 2024 auf 1.399,92 Euro für Männer und 936,23 Euro für Frauen. PDF öffnen
Der DGB-Rentenreport 2026 verbindet die regionalen Zahlen mit der Forderung, die gesetzliche Rente zu stärken, die Tarifbindung auszubauen und für gute Löhne zu sorgen. „Eine gute Rente ist kein Luxus, sondern die Anerkennung eines langen Arbeitslebens. Eine zukunftsfeste Rentenpolitik stärkt die gesetzliche Rente, baut Tarifbindung aus und sorgt für gute Löhne. Denn nur gute Arbeit führt langfristig auch zu guten Renten“, betont Lisa Marie Krätschmer.





