Am 1. November 2026 lädt das Weserrenaissance-Museum in Lemgo zu einer besonderen Aktion rund um den Einhorn-Mythos und die Geschichte der Medizin ein.
Lemgo. Zum Internationalen Tag des Einhorns am Sonntag, 1. November 2026, lädt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake von 10 bis 16 Uhr zu einer besonderen Aktion ein. Wer ein Einhorn aus Plüsch, Porzellan oder Plastik mitbringt oder selbst als Einhorn verkleidet erscheint, erhält freien Eintritt in die aktuelle Sonderausstellung „Staying alive. Medizingeschichte(n) mit Risiken und Nebenwirkungen“.
Mit der Aktion möchte das Museum Kinder und Erwachsene auf unterhaltsame Weise an die Geschichte eines Fabelwesens heranführen, dem über Jahrhunderte hinweg besondere Heilkräfte zugeschrieben wurden.
„Wer ein Plüsch-, Porzellan- oder Plastik-Einhorn mitbringt oder als Einhorn verkleidet erscheint, erhält freien Eintritt in unsere aktuelle Sonderausstellung“, erklärt Museumsleiterin Silvia Herrmann.
Vom Einhorn-Mythos zum Narwal-Zahn
Die Aktion steht in direktem Zusammenhang mit der Sonderausstellung zur Medizingeschichte. Über Jahrhunderte galt das vermeintliche Horn eines Einhorns als wertvolles Heilmittel gegen Krankheiten und Vergiftungen. Tatsächlich verbarg sich hinter vielen dieser sogenannten Einhornstangen ein ganz anderes Naturprodukt.
Ein entsprechendes Exponat des Lippischen Landesmuseums Detmold ist derzeit im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake zu sehen. Bei der ausgestellten vermeintlichen Einhornstange handelt es sich um den Stoßzahn eines Narwals.
Der spiralförmig gedrehte Zahn des Meeressäugers wurde in Europa bis weit ins 17. Jahrhundert hinein für das echte Horn des sagenhaften Einhorns gehalten. Die Geschichte verdeutlicht, wie eng medizinische Vorstellungen, Aberglaube und das damalige Wissen über die Natur miteinander verbunden waren.
Mehr als 60 Exponate zur Geschichte der Medizin
Die Sonderausstellung „Staying alive. Medizingeschichte(n) mit Risiken und Nebenwirkungen“ beleuchtet anhand von mehr als 60 Exponaten unterschiedliche Aspekte der Medizingeschichte. Sie ist als offenes und partizipatives Projekt angelegt, an dem zahlreiche Partner aus Wissenschaft, Medizin und Kultur beteiligt sind.
Unterstützt wird die Ausstellung von der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, der Andreas-Mohn-Stiftung, der Gesundheitsstiftung Lippe, dem Klinikum Lippe, dem Apothekerverband Westfalen-Lippe, dem Rotary Club Lemgo-Sternberg, Frauen für Lemgo, dem Soroptimist-Club Detmold Lippische Rose, dem Soroptimist-Club Detmold, Fraunhofer IOSB-INA, der Technischen Hochschule OWL, dem Institut für industrielle Informationstechnik, dem Freundeskreis des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, Brasseler, Vincent Systems, der Lippischen Landesbrandversicherung und der Sparkasse Lemgo.
Freier Eintritt mit Einhorn am 1. November
Die Aktion findet am Sonntag, 1. November 2026, von 10 bis 16 Uhr im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo statt. Voraussetzung für den kostenlosen Eintritt in die Sonderausstellung ist, dass Besucherinnen und Besucher ein Einhorn aus Plüsch, Porzellan oder Plastik mitbringen oder als Einhorn verkleidet erscheinen.
Weitere Informationen zum Museum und zur Ausstellung gibt es unter www.museum-schloss-brake.de.






