Fledermäuse am BILSTER BERG: Zwölf Arten nachgewiesen

100 Ersatzquartiere, zwei Fledermaushäuser und ein Fledermaushügel bieten Rückzugsorte auf dem Gelände

Bad Driburg. Fledermäuse am BILSTER BERG finden auf dem Gelände zahlreiche künstlich geschaffene Rückzugsorte. Anlässlich der weltweiten „Batnight“ in der Nacht vom 29. auf den 30. August rückt die Rennstrecke ihr langjähriges Engagement für Umwelt- und Naturschutz in den Fokus. Bislang wurden dort zwölf der 25 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten nachgewiesen.

Mehrere Zwergfledermäuse sitzen dicht beieinander in einem Fledermauskasten am BILSTER BERG.

BILSTER BERG – 7 Zwergfledermäuse in einem der Fledermauskästen

Für Fledermäuse sind geeignete Quartiere und Lebensräume von besonderer Bedeutung. Zu den Ursachen rückläufiger Bestände zählen unter anderem der Verlust solcher Rückzugsorte und ein abnehmendes Nahrungsangebot. Am BILSTER BERG wurden deshalb bereits während der Bauphase im Jahr 2011 insgesamt 100 Ersatzfledermausquartiere, zwei Fledermaushäuser und ein Fledermaushügel angelegt.

Umweltmanagement seit mehr als zehn Jahren

Umwelt- und Naturschutz sind seit Beginn Bestandteil des Betriebskonzepts am BILSTER BERG. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet das Unternehmen mit einem zertifizierten Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der Schutz von Flora und Fauna, die Reduzierung von Emissionen, ein verantwortungsvoller Ressourceneinsatz sowie die Einhaltung der Genehmigungsauflagen.

Rund 100 Hektar Ausgleichsfläche für Flora und Fauna – das entspricht etwa 140 Fußballfeldern – ergänzen die ökologischen Schutzmaßnahmen. Die Tier- und Pflanzenwelt auf und rund um das Gelände wird regelmäßig beobachtet. Die letzte umfassende faunistische Kartierung durch das unabhängige Kölner Büro für Faunistik fand 2023 statt. Zu den laufenden Maßnahmen zählen außerdem die regelmäßige Reinigung und Pflege der Fledermaushäuser und -quartiere sowie Zähl- und Sichtungsaktionen.

Zwölf Fledermausarten nachgewiesen

Zu den bislang nachgewiesenen Arten gehören unter anderem die Zwergfledermaus, die Wasserfledermaus, der Abendsegler und die Mückenfledermaus. Die Wasserfledermaus wurde bei bisherigen Untersuchungen vergleichsweise häufig festgestellt, was unter anderem auf die zahlreichen Gewässer auf dem Gelände zurückgeführt wird.

Einzelne Sichtungen geben zudem Hinweise auf ein mögliches Vorkommen der Großen Bartfledermaus. Ein eindeutiger Nachweis steht bislang aus. Sollte sich das Vorkommen bestätigen, würde die Zahl der nachgewiesenen Arten auf 13 steigen. Zu Beginn der Kartierungen im Jahr 2013 waren zehn Fledermausarten festgestellt worden.

Fledermäuse am BILSTER BERG stehen nach Einschätzung des für das Umweltmanagement verantwortlichen Philip Hagemann zugleich für die Bedeutung eines langfristigen Erhalts geeigneter Lebensräume. Entscheidend seien die kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung sowie die regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung der Schutzmaßnahmen.