Caritas Büren zieht positive Bilanz und stellt Weichen für die Zukunft

Delegiertenversammlung bestätigt stabile Finanzlage, berät über Herausforderungen in der Pflege und wählt den Caritasrat teilweise neu

Büren. Der Caritasverband Büren blickt auf ein stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Bei der diesjährigen Delegiertenversammlung zogen Vorstand und Mitglieder eine positive Bilanz. Neben der finanziellen Entwicklung standen die künftigen Herausforderungen in der Pflege und personelle Veränderungen im Caritasrat im Mittelpunkt.

© Caritasverband Büren

Von links nach rechts: Friedhelm Weber, Elisabeth Wöhler, Annette Stracke, Anne Happe, Thomas Obergassel und Antje Brüggemann. © Caritasverband Büren

Besonderer Dank galt den Mitarbeitenden des Verbandes. Nach Angaben der Caritas Büren konnte die Qualität der Versorgungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote durch deren Einsatz und Fachkompetenz auch unter schwierigen Rahmenbedingungen aufrechterhalten werden.

Stabile Finanzlage sichert soziale Angebote

Der Kassenbericht zeigte, dass der Caritasverband trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Situation finanziell stabil aufgestellt ist. Durch eine sorgfältige Haushaltsführung und vorausschauende Planung sollen die bestehenden Beratungs-, Hilfs-, Pflege- und Unterstützungsangebote in der Region fortgeführt und weiterentwickelt werden.

Die Delegierten würdigten die Arbeit der Verantwortlichen und entlasteten sowohl den Vorstand als auch den Caritasrat einstimmig für das Geschäftsjahr 2025.

Pflegereform und steigende Kosten als Herausforderungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die zukünftige Entwicklung der Pflege. Der Fachkräftemangel, steigende Sachkosten und regulatorische Anforderungen stellen den Verband vor zusätzliche Aufgaben. Dabei beschäftigten sich die Verantwortlichen insbesondere mit möglichen Auswirkungen des in der Mitteilung genannten Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG).

Um auf unterschiedliche Entwicklungen vorbereitet zu sein, hatten sich Vorstand und Leitungskräfte bereits im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung intensiv mit verschiedenen Zukunftsszenarien beschäftigt. Dabei wurden auch ungünstige Entwicklungen und deren mögliche Folgen für den Verband betrachtet.

Auf dieser Grundlage erarbeiteten die Verantwortlichen strategische Maßnahmen, mit denen die Caritas Büren ihre Handlungsfähigkeit auch unter veränderten Rahmenbedingungen sichern möchte.

„Die Rahmenbedingungen in der Pflege werden zweifellos herausfordernder. Doch durch unsere vorausschauende Planung, die enge Abstimmung im Leitungsteam und unser starkes Kollegium ist die Caritas Büren gewappnet“, erklärte Vorständin Antje Brüggemann.

Veränderungen im Caritasrat

Auch personelle Entscheidungen standen auf der Tagesordnung. Nach langjähriger Tätigkeit verabschiedete sich Anne Happe auf eigenen Wunsch aus dem Caritasrat. Sie hatte dem Gremium seit dessen Gründung im Jahr 2011 angehört.

Ebenfalls nicht erneut zur Wahl stellte sich Prof. Dr. Franz Feyerabend, der vier Jahre lang im Caritasrat tätig gewesen war. Vorständin Antje Brüggemann dankte beiden für ihr Engagement und ihre Mitarbeit.

In ihren Ämtern bestätigt wurden Annette Stracke, Friedhelm Weber, Michael Broll und Elisabeth Wöhler. Neu in den Caritasrat gewählt wurde Thomas Obergassel. Dem Gremium gehört außerdem Lisa Czuka an.

Mit der bestätigten und teilweise neu besetzten Gremienstruktur sowie den erarbeiteten strategischen Maßnahmen sieht sich der Caritasverband Büren auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Im Mittelpunkt stehen dabei weiterhin die Sicherung der sozialen Angebote und der Umgang mit den sich verändernden Bedingungen in der Pflege.