Ekin Deligöz, Mareike Wilke und Behshid Najah sprechen über den Umgang mit kontroversen Themen
Bielefeld. Beim 55. Grünen Salon Bielefeld geht es um die Frage, wie Frauenrechte im öffentlichen Diskurs thematisiert werden können. Unter dem Titel „Zwischen Schweigen, Courage und Vereinnahmung“ soll darüber gesprochen werden, wie auch kontroverse Themen offen benannt und zugleich kulturelle Kontexte berücksichtigt werden können.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem Themen wie Zwangsheirat, Verschleierung und Prostitution. Die Veranstalter stellen dabei die Frage, wie sich verhindern lässt, dass extremistische Gruppen aus rechten Kreisen solche Themen ideologisch nutzen, ohne deshalb auf eine offene Diskussion und die Benennung von Fakten zu verzichten.
Über diese Fragen sprechen drei Referentinnen mit langjähriger Erfahrung und entsprechender fachlicher Expertise. Ekin Deligöz war viele Jahre Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin im Familienministerium. Sie kam im Alter von acht Jahren aus der Türkei nach Deutschland.
Mareike Wilke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in Bielefeld am Institut ConfliktA. Sie leitet dort das Projekt „zivilgesellschaftliche Konfliktaufarbeitung nach repressiver Gewalt“.
Behshid Najah wurde im Iran geboren und lebt seit ihrer Flucht im Jahr 1986 in Deutschland. Die Politikwissenschaftlerin hat unter anderem die Beratungsstelle agisra e.V. in Köln für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen mitaufgebaut.
Die drei Referentinnen führen in das Thema ein und diskutieren anschließend gemeinsam mit dem Publikum. Moderiert wird der Grüne Salon von Heidi Mescher und Ulrike Mann.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Internetseite des Grünen Salons Bielefeld unter www.gruener-salon-bielefeld.de.






