Krebsfrüherkennung in Bielefeld: Männer nutzen Vorsorge seltener

AOK NordWest meldet für 2025 eine Teilnahmequote von 22,9 Prozent bei Männern über 45 Jahren

Bielefeld. Bei der Krebsfrüherkennung in Bielefeld ist die Teilnahmequote der Männer über 45 Jahren leicht zurückgegangen. Nach einer Auswertung der AOK NordWest nahmen 2025 nur 22,9 Prozent die entsprechende Früherkennungsuntersuchung wahr. Im Vorjahr waren es noch 23,1 Prozent.

Arzt legt einem Mann im grünen Pullover während eines Gesprächs die Hand auf die Schulter.

Die Männer in Bielefeld sind Vorsorgemuffel. Sie gingen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr weniger zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Außerdem liegt der Wert mit 22,9 Prozent auf einem zu geringen Niveau.
Foto: AOK/colourbox/hfr.

Bei den Frauen ab 20 Jahren stieg der Anteil dagegen von 37,2 Prozent im Vorjahr auf 38,1 Prozent. AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner sieht dennoch bei beiden Geschlechtern weiteren Nachholbedarf. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der vorgesehenen Früherkennungsuntersuchungen vollständig.

Frühe Diagnose verbessert die Heilungschancen

Je früher ein Tumor oder seine Vorstufen erkannt und behandelt werden, desto größer sind nach Angaben der AOK die Heilungschancen. Neben den Früherkennungsuntersuchungen sei es wichtig, Warnzeichen des Körpers zu beachten und mögliche Risiken nicht zu ignorieren.

Mit Aufklärungsangeboten will die AOK dazu beitragen, dass sich mehr Menschen mit dem Thema beschäftigen. Dazu gehört der aktualisierte „Vorsorg-O-Mat“, mit dem sich Nutzerinnen und Nutzer über wichtige Fragen zur Krebsvorsorge sowie anstehende Untersuchungen informieren können.

Untersuchungen für Männer ab 45 Jahren

Männer haben ab einem Alter von 45 Jahren einmal jährlich Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Dazu gehören die Untersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten. Die AOK appelliert vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen, die Krebsfrüherkennung in Bielefeld stärker zu nutzen.

Krebsfrüherkennung für Frauen

Arzt mit blauen Handschuhen erläutert an einem anatomischen Modell der Gebärmutter eine medizinische Untersuchung.

Alarmierend: Die Männer gehen in Bielefeld wieder weniger zur Krebsvorsorge. Im Jahr 2025 nahmen nur 22,9 Prozent der Männer über 45 Jahren das kostenfreie Vorsorgeangebot an. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 23,1 Prozent.
Foto: AOK/ colourbox/hfr.

Frauen haben laut AOK ab dem Alter von 20 Jahren einmal jährlich Anspruch auf Krebsfrüherkennung. Dazu gehören Untersuchungen der Geschlechtsorgane sowie ein Abstrich vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhals. Ab dem 35. Lebensjahr wird der Abstrich alle drei Jahre durchgeführt und durch einen Test auf humane Papillomviren (HPV) ergänzt. Ab dem Alter von 30 Jahren ist außerdem das Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen.