„Whatness“ – Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld

torsoBielefeld. „Whatness“: Ein skurriler Titel für die neue Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld. Die beiden jungen Künstler Esther Kläs und Johannes Wald haben parallel zueinander eine Richtung geschaffen, die sich mit dem „Was-sein“ befasst und Architektur neu interpretiert: Wie entstehen Skulpturen und woraus bestehen sie?

Trotz der ähnlichen Thematik beschäftigten sich die zwei Künstler mit verschiedenen Positionen. Die Werke von Kläs zeigen charakteristischerweise die Herstellungsart, additive sowie substraktive Methoden werden je nach Material verwendet. Auch das positive bzw. negative Volumen spielt bei ihren Skulpturen eine große Rolle. Ihre Methoden sollen „das Unsichtbare sichtbar machen“, so Kläs.
Bei Wald geht es dabei eher um die Neubestimmung von Materialien, wobei darauf jedoch nicht der Fokus liegt. Fragen wie was eine Figur im Raum leisten kann und wie sie am Ende aussehen könnte werden aufgegriffen und auf kreative Weise dargestellt. Aus einem weichen Kalkstein-Block würden beispielsweise Buchstaben gestanzt, die anschließend als Gedicht an einer Wand befestigt wurden – allerdings umgekehrt, so dass man es nur durch eine Spiegelung lesen kann.

Die Werke sind durch meist leere, weiße Wände voneinander getrennt. Es gibt keinen narrativen Rundgang oder Ähnliches, siekoepfe können in beliebiger Reihenfolge betrachtet werden. Natürlich werden trotzdem verschiedene Führungen angeboten.

Mit Anfang dreißig sind Esther Kläs und Johannes Wald zwar viel jünger als sämtliche Vorgänger, doch verspricht sich Dr. Friedrich Meschede, Leiter der Kunsthalle Bielefeld, gerade dadurch einen Zuwachs an ebenso jüngerem Publikum. Vor allem Kunst-Studenten können hier neue Positionen und Möglichkeiten entdecken und sich inspirieren lassen. Besonders viele Besucher werden am 25. April während der Nachtansichten Bielefeld erwartet. An diesem Tag hat die Kulturhalle bis 1 Uhr nachts geöffnet.

Ausstellungseröffnung ist am 27.03. um 19:00 Uhr, anschließend kann man sie bis zum 21.06. besuchen.

Text und Fotos: Viola Schrade