Weiterer Rheumatologe am St. Vincenz Hospital Brakel

Portrait_2-Dr-Puls_Brakel.  Im Bereich der Ärztekammer Westfalen-Lippe wird weniger als 10 Ärzten im Jahr der Titel „Rheumatologe“ verliehen. Aufgrund dieser prekären Ausbildungs-situation gibt es bundesweit Versorgungslücken und lange Wartezeiten auf Untersuchungstermine, um so erfreulicher ist es, dass seit dem 01.02.2014 die Klinik für Rheumatologie am St. Vincenz Hospital in Brakel unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Michail Govorov personelle Verstärkung durch Oberarzt Dr. med. Alexander Puls bekommen hat. Damit konnte erfreulicherweise ein zweiter Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie für die Versorgung der Patientinnen und Patienten in der Region gewonnen werden. Rheumatologen sind gefragte Spezialisten, die sich mit entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Gelenke beschäftigen.

Im Anschluss an sein Medizinstudium an der Ruhr-Universität Bochum war der heute 39-jährige zunächst Assistenzarzt am St. Josef Hospital Bochum. Die rheumatologische Facharztweiterbildung absolvierte er im Anschluss daran an einem der größten internistischen Rheuma-Krankenhäuser im nordwestdeutschen Raum, dem renommierten Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne. In seiner Freizeit zieht es ihn zu Urlaubsreisen allerdings gerne in ferne Länder – das letzte Reiseziel war Japan. Eine optimale Ergänzung stellt außerdem seine Zusatzbezeichnung als Ernährungsmediziner dar, denn auch die Ernährung hat einen gewissen Einfluss auf die Aktivität rheumatischer Erkrankungen.

“Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Puls einen fachlich sehr breit aufgestellten Rheumatologen für unser Haus gewinnen zu können.“ fasst Chefarzt Dr. Michail Govorov zusammen.

Die Klinik für Rheumatologie am St. Vincenz Hospital in Brakel leistet seit nun fast zehn Jahren einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung der betroffenen Patientinnen und Patienten aus ganz OWL. Die nächsten Zentren zur stationären Behandlung finden sich erst wieder in Minden, Sendenhorst bzw. Olsberg. Durch die Aufstockung im fachärztlichen Bereich ist nun eine kontinuierliche Versorgung an 365 Tagen im Jahr sichergestellt. Pro Jahr werden derzeit rund 500 Rheumapatienten stationär versorgt, Tendenz stark steigend. Neben der stationären Behandlung bei akuten Schüben oder medikamentösen Neueinstellungen, welche rund 5 bis 7 Tage dauert, stellt auch die rheumatologische Komplexbehandlung eine wertvolle Unterstützung für die Betroffenen dar. Hierbei erhalten die Rheumatiker über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen eine komplexe und auf das individuelle Krankheitsbild abgestimmte interdisziplinäre Therapie in Zusammenarbeit durch ein interdisziplinär besetztes Therapeutenteam. Ein strukturiertes und intensiviertes Angebot richtet sich nun auch an Patientinnen und Patienten mit Fibromyalgie. Bis zu zwei Prozent der Deutschen sind an Fibromyalgie erkrankt. Dabei leiden die Patienten unter chronischen Schmerzen am Muskel-Skelettsystem.
Neben der ärztlichen Behandlung kommen auch Physiotherapie, Ergotherapie und bei Bedarf eine psychologische Zusatzbegleitung zur Anwendung. Im Bereich der Physikalischen Therapie ist insbesondere die Therapiemöglichkeit in der Kältekammer des St. Vincenz Hospitals hervorzuheben, da ein solches Angebot längst nicht überall vorhanden ist.
“Die Anwendung in der Kältekammer findet oftmals großen Zuspruch, da bei vielen Patienten eine merkliche Linderung der Beschwerden herbeigeführt werden kann“ freut sich Dr. Puls.

Am Donnerstag, 06.03.2014 ist um 19:00 Uhr eine Patienten-Informationsveranstaltung zum Themenkreis der rheumatischen Erkrankungen in Brakel vorgesehen, zu der interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Die Veranstaltung findet in der Krankenpflegeschule, Danziger Str. 17 statt.

Foto: Kath. Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH