Studie: Interesse am Hacken von Facebook Accounts oder WLAN-Netzwerken ist bei Deutschen geringer als bei Franzosen

Amateurhacker suchen bei Google am häufigsten nach Anleitungen zum Hacken von WLAN-Netzwerken oder Facebook Accounts.

Deutschland. Durch den Lockdown haben sich viele Leute auf die Suche nach neuen Hobbys begeben. Die berüchtigte TikTok Social Media Plattform lief im Frühling förmlich über durch Videos von Hundetraining, Zimtschnecken und Tanz-Challenges. Andere Internetnutzer haben sich allerdings für noch speziellere Hobbys entschieden.

Google Suchanfragen rund um das Stichwort “wie hackt man” stiegen im April 2020 an. Daher haben sich Experten von NordVPN angeschaut, was genau die Leute zu hacken versuchen wollen. Deutsche waren demnach vor allem interessiert, wie man in Facebook Accounts eindringt (40%) oder Zugang zu einem fremden WLAN-Netzwerk erlangt (37%).

Überraschenderweise waren die generellen Zahlen von Suchanfragen rund um das Thema Hacking in Deutschland sehr gering. Nur 1% der weltweiten, ähnlichen Suchanfragen entfallen auf Deutschland, welches global den 23. Rang belegt, während Frankreich auf Platz 6 rangiert und für ganze 5% der Gesamtzahl der Suchanfragen verantwortlich ist. Die Schlüsse wurden durch eine Analyse von monatlichen Suchanfragen gezogen, bei der durchschnittlich 171.490 weltweite Suchanfragen pro Monat gefunden wurden, die nach Möglichkeiten des Hackens schauen.

Warum Facebook und WLAN-Netzwerke bei Möchtegern-Hackern so beliebt sind

Facebook liegt an erster Stelle, weil es der beliebteste Service zum Einloggen auf Drittanbieter-Seiten ist. „Deswegen werden Facebook Accounts, nach Angaben des Dark Web Price Index für rund 75 US-Dollar verkauft. Wenn der Hacker erstmal Zugang zum Facebook Account hat, öffnet ihm das die Tore zu Instagram, Onlineshops mit Kreditkartendaten und noch mehr“, sagt Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN.

“Sich in jemandes WLAN-Netzwerk einzuhacken könnte etwas mit Notwendigkeit zu tun haben, aus der Ferne zu arbeiten. So harmlos das auch klingen mag – wenn ein Fremder Zugang zu deinem Netzwerk erlangt, hat er auch gleichzeitig Zugang zu deinem Browserverlauf, kann deine IoT Geräte kontrollieren und mehr“, fügt Daniel Markuson hinzu.​

Wie du deine Daten schützt

“Viele Leute denken, dass Hacker sich für sie sowieso nicht interessieren würden, aber das stimmt nicht – und Studien belegen das. Dein Nachbar könnte ein Hacker sein, der in dein Netzwerk eindringt. Dein Expartner könnte versuchen, die Kontrolle über deine Social Media Profile zu erlangen. Und dann gibt es natürlich auch noch den unbekannten Hacker im Internet, der jede sich ergebende Chance ergreifen würde, deine Daten im Darknet zu verkaufen“, sagt Daniel Markuson.

Hacker finden immer irgendwie einen Weg, ob auf Google oder im Darknet. Aber du kannst ihnen das Leben schwieriger machen, indem du einige simple Regeln im Netz beachtest:

● Benutze einzigartige und komplexe Passwörter für deine verschiedenen Accounts. Wenn ein Account einmal gehackt ist, können deine Login-Daten bei anderen Accounts benutzt werden, wie E-Mail oder Online-Banking. Um bei all den Passwörtern den Überblick zu behalten, kannst du einen Passwortmanager wie​ NordPass benutzen, der sichere Passwörter für dich erstellt und in einem geschützten Tresor aufbewahrt. Das gilt auch für deinen WLAN-Router.

● Benutze Zwei-Faktoren-Authentifizierung. Die Passworteingabe alleine reicht dann nicht mehr – ein Hacker müsste dazu noch an dein Handy oder deine E-Mail gelangen.

● Vermeide schwach geschützte, öffentliche WLAN-Netzwerke. Falls du dich in einem ungeschützten Netzwerk in deinen Account einloggen musst, benutze ein VPN wie NordVPN um deine Verbindung zu sichern. Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr zwischen deinem Gerät und dem Internet, sodass kein Dritter diesen abfangen kann.

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