Sonderbriefmarke zum 100. Entstehungstag der Schachtschleuse Minden

Schleuse

Minden (JT). Vor einem Jahrhundert wurde die Schachtschleuse in Minden in Betrieb genommen. Im Laufe dieser Zeit, die gerade bei Betrachtung der heutigen technischen Entwicklung durchaus beachtlich ist, hat sie dennoch in keinster Weise an Bedeutung verloren. Als Teil des Wasserstraßenkreuzes Minden ist sie nach wie vor wichtiger Knotenpunkt der deutschen Binnenschifffahrt und lockt gleichzeitig Jahr für Jahr etliche Touristen in die Region.

Ursprünglich in den Jahren 1911 – 1914 als Sparschleuse erbaut arbeitet die Schachtschleuse mit viergeschossigen Sparbecken an beiden Seiten, die beim Abwärtsschleusen 7.300 Kubikmeter des Wasser aus der Schleuse aufnehmen. Beim Aufwärtsschleusen wird das Wasser zurück in den Innenraum gelassen. Dies geschieht mit einer Hubgeschwindigkeit von 2 Metern pro Minute bei einer Hubhöhe von rund 12 Metern, was die Mindener Schachtschleuse zu einer der schnellsten Schleusen Deutschlands macht.

Das Bundesministerium für Finanzen nahm dieses Jubiläum zum Anlass, eine Sonderbriefmarke herauszubringen, um die Wertschätzung der historischen und trotzdem sehr funktionalen Anlage auszudrücken.

Für die grafische Gestaltung konnte Ursula Lautschläger gewonnen werden. Die Grafikerin reiste extra von Berlin nach Minden, um die Schachtschleuse genauer unter die Lupe zu nehmen und die Schleusentechnik zu verstehen. Das Ergebnis ist ein ästhetisch ansprechendes Bild der Schleuse, dass auch die Technik und Funktionsweise berücksichtigt.

Das Sonderpostwertzeichen ist ab dem zweiten Oktober für 45 Cent erhältlich in allen Filialen der deutschen Post erhältlich.

Foto: Beim Aufwärtsschleusen. Der Blick aus dem Schiff auf die Schachtschleuse Minden

Text und Fotos: Jonas Thode