Richard Oetker in Bundesvorstand des „Weissen Rings“ gewählt

Richard-OetkerBielefeld. Richard Oetker ist von der Bundesdelegiertenversammlung des WEISSEN RINGS, Deutschlands größter Opferschutzorganisation, im sächsischen Radebeul für vier weitere Jahre in den Bundesvorstand des Vereins gewählt worden. Oetker unterstützt den WEISSEN RING schon seit 2002 als Mitglied des Bundesvorstands. Nach seiner Wahl möchte sich der 63-Jährige dafür einsetzen, dass das Opferentschädigungsgesetz nicht zum Nachteil der Opfer von Straftaten geändert wird: „Als angesehener Dialogpartner der Politik werden wir uns dafür einsetzen, dass Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz nicht gekürzt werden. Im Gegenteil, wir treten dafür ein, dass auch Stalking als Tatbestand in das Opferentschädigungsgesetz aufgenommen wird.“

Nach dem Opferentschädigungsgesetz erhalten alle, die Opfer eines vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriffs werden oder durch dessen rechtmäßige Abwehr verletzt werden und dadurch eine gesundheitliche Schädigung erleiden unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen vom Staat. Der Leistungskatalog umfasst zum Beispiel die Kostenübernahme von Behandlungsmaßnahmen und Therapien, aber auch Rentenleistungen.

„Noch öfter als die finanzielle Unterstützung ist der menschliche Beistand notwendig und die sachkundige Begleitung auf dem Weg zu Behörden und Gerichten, damit Verbrechensopfer wieder ihren Platz inmitten der Gesellschaft einnehmen können“, sagte Oetker. Dafür stünden die ehrenamtlichen Mitarbeiter des WEISSEN RINGS. „Sie bieten Unterstützung, die zeitlich und menschlich weit über das hinausgeht, was berufsmäßige Helfer leisten können“, stellte Oetker heraus.

Der WEISSE RING wurde 1976 in Mainz gegründet als „Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.“. Er ist Deutschlands größte Opferschutzorganisation und bietet Opfern von Kriminalität schnelle und direkte Hilfe. Der Verein unterhält ein Netz von über 3.000 ehrenamtlichen Opferhelfern in bundesweit 420 Außenstellen. Der WEISSE RING hat rund 50.000 Mitglieder und ist in 18 Landesverbände gegliedert. Er ist ein sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe und des Opferschutzes. Der Verein finanziert seine Tätigkeit aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, in Gerichtsverfahren verhängten Geldbußen und testamentarischen Zuwendungen.

BU-1: (Foto: Dr. August Oetker) Richard Oetker