Osterfeuer nur anlässlich von Veranstaltungen zur Brauchtumspflege erlaubt

Vlotho. Wenn das Osterfest naht, denken zahlreiche Vlothoerinnen und Vlothoer an den überlieferten Osterbrauch, die Wintergeister mit einem Feuer zu vertreiben.

Dass darunter die Umwelt leidet, hat das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen unterstrichen. In einem Erlass wurden die Behörden darauf hingewiesen, dass die Tagesgrenzwerte für Feinstaub in Nordrhein-Westfalen an den Osterfeiertagen deutlich überschritten wurden. Zugleich erinnert das Ministerium daran, dass Osterfeuer nur zulässig sind, wenn sie zur wirklichen Brauchtumspflege dienen. Dazu hat das Oberverwaltungs-gericht Münster im Jahr 2004 klar gestellt, dass von Brauchtumspflege nur die Rede sein kann, wenn sie im Rahmen einer Veranstaltung z.B. von einer Organisation oder einem Verein stattfindet. Deswegen appelliert die Stadtverwaltung an die Vlothoerinnen und Vlothoer: „Baum- und Strauchschnitt kann gehäckselt werden, nutzen Sie das städt. Angebot. Für ein geringes Entgelt kommt der Häckseldienst zu Ihrem Grundstück. Verzichten Sie zum Schutz der Umwelt auf ein Feuer im Garten und besuchen Sie stattdessen die von einigen Löschgruppen der Vlothoer Feuerwehr oder von Vereinen ausgerichteten Traditionsveranstaltungen. Die haben sich seit Jahren als guter Ort für Brauchtumspflege und gute Geselligkeit bewährt.“ Weitere Möglichkeiten zeigt der städt. Abfallkalender auf, und die städt. Umwelt- und Abfallberaterin Frau Elisabeth Ruhland (Tel. 924-429 – e.ruhland@vlotho.de) berät sie gern auch darüber, dass es ökologisch viel sinnvollere Alternativen als die Verbrennung gibt.

Neben der Biotonne gibt es in Vlotho seit letztem Jahr das Zusatzangebot der Biosaisontonne für größere Mengen Rasenschnitt und Gartenabfälle. Die Tonne wird von Mai bis Oktober geleert und kostet entsprechend die Hälfte der Ganzjahres-Biotonne.

Im Frühjahr und Herbst kann 1 x im Monat zu den im Abfallkalender angegebenen Terminen der Häcksler angemeldet werden. Baum- und Strauchschnitt wird gegen Entgelt auf dem Grundstück gehäckselt.

Für Grünabfälle in größeren Mengen, die nicht in der Biotonne oder Biosaisontonne bzw. auf dem Kompost untergebracht werden können und auch nicht gehäckselt werden können, gibt es folgende Anlieferstellen:
Firma Schürmann, 5,- € pro PKW bis 100 kg
Firma Kompotec in Enger, 4,50 € pro PKW bis 100 kg.
Alle Informationen können im aktuellen Abfallkalender 2014 nachgelesen werden.

Wer zu den Entsorgungsmöglichkeiten Fragen hat, wird von Frau Elisabeth Ruhland (Tel.: 924-429) beraten, Fragen zu Osterfeuern beantwortet Herr Volker Nentwig
(Tel.: 924-124).