Löschgruppen ziehen in einen modernen Neubau

FWGHaus1 Minden. Zwei Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Minden werden künftig ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus haben. An der Päpinghauser Straße/Ecke Schaffahrt entsteht seit Anfang April im Auftrag der Städtischen Betriebe Minden ein neues Gebäude mit Fahrzeughalle für vier Löschfahrzeuge, Lager- und Technikräumen, Schulungsraum mit Küche sowie Sozialräume mit Umkleiden, Duschen und Toiletten. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert. Knapp eine Millionen Euro – genau 950.000 Euro – investiert die Stadt Minden in diesen Neubau.

„Wegen des langen und frostreichen Winters konnte erst im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden“, erläutert Jörn Schunk, Leiter des Bereiches Gebäudewirtschaft (SBM) bei einem Besuch der Baustelle vor Ort. Insgesamt sei der Bau weit fortgeschritten, ist Schunk zufrieden. Möglicherweise könne das neue Gebäude bereits im Oktober, spätestens aber im November bezogen werden. Anfang 2012 haben die Planungen begonnen, die Bau-Genehmigung lag im Herbst 2012 vor. Zurzeit laufen Innenausbau und Malerarbeiten.

FWGHaus2„Die Löschgruppen Aminghausen und Päpinghausen werden künftig über ein modernes Feuerwehrgerätehaus verfügen, das für die Zukunft gerüstet ist“, fasst Bürgermeister Michael Buhre zusammen, der den Bau ebenfalls besichtigte. „Technik- und Sozialbereich sind getrennt. Auch gibt es für die Einsatzkleidung und die private Kleidung getrennte Schränke“, erläutert der Leiter der Mindener Feuerwehr, Heino Nordmeyer, bei einem Rundgang.

Der Außenbereich des insgesamt 2500 Quadratmeter großen Grundstücks bietet Platz für 23 Autos. Außerdem wird es einen 350 Quadratmeter großen Übungshof vor dem Gelände geben. „Die Ausführung des Neubaus erfolgt teils in Massivbauweise, die Fahrzeughalle ist eine Stahlkonstruktion“, so Architekt und Koordinator Eberhard Daske (Gebäudewirtschaft, SBM). Für die Rolltore wurde rote Farbe gewählt, um deutlich zu machen, dass es sich hierbei um ein Gebäude der Feuerwehr handelt.

Es ist der erste Neubau, der im Rahmen des Projektes „Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Minden – 2020“ fertiggestellt wird. Mit dem Projekt 2020 will die Stadt Minden langfristig die Zukunft einer erfolgreichen, effektiven Arbeit und Hilfe der knapp 400 aktiven, freiwilligen Einsatzkräfte sicherstellen. Ziel ist es auch – trotz Reduzierung der Standtorte von 15 auf 9 Standorten – die Eigenständigkeit der Löschgruppen zu erhalten. Bis 2020 sollen fünf Neubauten von Feuerwehrhäusern stehen; alle anderen sind bis dahin ertüchtigt – so der Plan.

FWGHaus32010 ist die Stadt Minden in das Ende 2008 beschlossene Projekt „Feuerwehr 2020“ eingestiegen. Mehrere Projekte konnten seitdem – auch Dank des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung – bereits umgesetzt werden: Der Umbau und die Ertüchtigung der Feuerwehrgerätehäuser in Haddenhausen und Leteln ist abgeschlossen, die Sanierung und Erweiterung in Stemmer ebenfalls. Parallel zum Neubau an der Päpinghauser Straße entsteht auch ein neues Feuerwehrgerätehaus auf  dem Gebiet der Stadt Porta Westfalica in Lerbeck. Dieses soll künftig von den Löschgruppen Meißen (Minden) und Neesen-Lerbeck (Porta Westfalica) gemeinsam genutzt werden.

BU1: Studieren den Plan für die Außenanlagen des neuen Feuerwehrgerätehauses (von links): Heino Nordmeyer (Leiter der Feuerwehr Minden), Steffen Schöne (Ingenieurbüro Schöne), Jörn Schunk (Leiter des Bereiches Gebäudewirtschaft, SBM), Bürgermeister Michael Buhre und Architekt Eberhardt Daske (Gebäudewirtschaft SBM).
Fotos: Stadt Minden