KWK-Förderbescheid auch für Bielefeld

Bielefeld (bi). Bielefeld gehört zu den Kommunen in NRW, die nun im Rahmen  des Wettbewerbs „KWK-Modellkommunen“ einen Förderbescheid von der  Landesregierung erhalten haben. KWK bedeutet Kraft-Wärme-Kopplung und ist eine klimaschonende, dezentrale Strom- und Wärmeversorgung.

Ursprünglich hatten sich 51 Kommunen mit einzelnen Projektvorschlägen an dem Wettbewerb beteiligt, wovon 21 die erste Stufe erfolgreich bestanden haben und mit insgesamt bis zu fünf Millionen Euro für die weitere Umsetzungsplanung unterstützt werden. Das Bielefelder Projekt des Umweltamtes in Zusammenarbeit mit der Sennestadt GmbH ist eine Ergänzung zum Stadtumbau Sennestadt.

Für eine qualitativ hochwertige und umweltfreundliche Bereitstellung von Strom und Wärme ist vorgesehen, die Energieerzeugung und das Wärmenetz entgegen der üblichen Praxis organisatorisch und wirtschaftlich zu trennen. Die Gründung von Wärmenetzen in Bürgerhand soll es ermöglichen, kleinteilig KWK-Projekte zu starten und entstandene Netze eigentümerunabhängig zu verbinden.

In der zweiten Stufe des Wettbewerbs soll von den 21 Kommunen innerhalb von acht Monaten die Fein- und Detailplanung erstellt werden. Auf dieser Grundlage sollen dann drei von einer Jury ausgesuchte KWK-Spitzenkonzepte mit Modellcharakter gefördert werden. Zudem kann ein Konzept mit einem besonders hohen Innovationscharakter mit dem Sonderpreis „KWK-Innovation“ ausgezeichnet werden.

Die im Oktober beginnende Planung wird die Machbarkeit für das Bielefelder Projekt darstellen und die Umsetzung beschreiben. Vorläufiges Ziel ist eine Einsparung von 7.000 Tonnen Kohlendioxid beziehungsweise 60 Prozent gegenüber den IST-Werten.

Ob danach auch die dritte Wettbewerbsstufe mit geförderten Investitionen erreicht wird, bleibt abzuwarten. In jedem Fall bekommen die Klimaschutzziele der Stadt und das Energiekonzept der Stadtwerke durch die Förderung wichtige Impulse.