Krebsprävention

CorveyerHöxter. Passend zum Weltkrebstag Anfang Februar referierteDr. H.-Joachim Knopf, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am St. Ansgar Krankenhaus, im Rahmen der Corveyer Gespräche in der vergangenen Woche über Vorbeugemaßnahmen bei bösartigen Prostata-, Nieren- und Harnblasentumoren. Das Thema stieß auf großes Interesse, so dass der Medienraum des Corveyer Schlosses gut gefüllt war.Die Teilnehmer interessierten sich dabei nicht nur für die Möglichkeiten der üblichen Vorsorgemaßnahmen. Auch der Einfluss von Verhaltensänderungen, mit denen durchaus positive Effekte zu erzielen sind, wurde thematisiert.
Eine mehr pflanzliche und weniger fleischbasierte Ernährung hat positive Effekte auf die Entstehungshäufigkeit und die Sterblichkeit bei Prostatatumoren. Der Verzicht auf das Rauchen hat ebenfalls eindeutig positive Bedeutung auf die Entstehung von Nieren- und insbesondere von Harnblasentumoren.
Gerade bei der letztgenannten Erkrankung ist das Nikotin einer der wichtigsten Risikofaktoren, welcher auch noch nach Jahrzehnten bösartige Blasentumoren verursachen kann. Auch das Passivrauchen erhöht eindeutig das Risiko einer späteren Erkrankung. Alle Untersuchungen zum Thema konnten zeigen, dass bereits eine mäßige aber regelmäßige Bewegung immer einen positiven Effekt bei allen Tumorerkrankungen aufwies.
In der intensiven und interessanten Diskussion zwischen dem Referenten Dr. H.-Joachim Knopf, dem Moderator Dr. Eckhardt Sorges, Chefarzt der medizinischen Klinik I und dem Auditorium wurden zahlreiche Aspekte des Vortrages besprochen. Es fanden sich interessanterweise viele Parallelen zu internistischen Erkrankungen, die ebenfalls von den genannten Umstellungen eine Besserung erfahren können.
Als Fazit blieb, dass eine gesunde, abwechslungsreiche Kost, verbunden mit regelmäßiger Bewegung, Gewichtsnormalisierung und die Beendigung des Rauchens positive Effekte nicht nur auf die Entstehung und den Krankheitsverlauf bei urologischen Tumoren hat sondern insgesamt eine bessere „Abwehrlage“ bei allen Erkrankungen bietet.
Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Corveyer Gespräche findet am Mittwoch, 12. März, 17.00 Uhr im Medienraum im Schloss Corvey statt. Thema: Arterienverkalkung – Risikofaktoren und was kann ich selber tun? Referent: Dr. Eckhard Sorges, Chefarzt Med. Klinik I/Kardiologie u. Angiologie, St. Ansgar Krankenhaus Höxter.

 

 

 

BU: Referent Dr. Knopf und Moderator Dr. Sorges, beide St. Ansgar Krankenhaus Höxter
Foto: Kath. Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH