Industrie: Gelungener Start

Detmold. „Die Industriebetriebe in Lippe sind erfolgreich ins Jahr 2014 gestartet“, informiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). Die aktuell vom statistischen Landesamt für den Januar vorgelegten Zahlen weisen für Lippe ein Umsatzplus von 3,9 Prozent (NRW +0,8 Prozent) auf. Sowohl der Inlands- als auch der Auslandsumsatz wuchsen in Lippe mit plus 4,4 Prozent bzw. 3,3 Prozent weitaus stärker als im Land.

Die 112 meldepflichtigen Betriebe des verarbeitenden Gewerbes mit in der Regel 50 und mehr Beschäftigten erwirtschafteten im Januar 2014 einen Gesamtumsatz von 441 Mio. Euro. Fast jeder zweite Euro wurde im Ausland verdient. Die lippische Exportquote lag mit 46,7 Prozent weit über dem Landesdurchschnitt (43,6 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten blieb mit 24.040 Personen auf dem Niveau des Vorjahres konstant.

Rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes wurden in der Elektrotechnik, Lippes größte Einzelbranche, erzielt. Diese Branche meldete einen Umsatzanstieg von 4,5 Prozent. In der Elektrotechnik hat der Export eine überragende Bedeutung. 60 Prozent des Umsatzes wurde mit ausländischen Geschäftspartnern erwirtschaftet. Die Auslandsnachfrage stieg im Januar um 3,4 Prozent, das  Inlandsgeschäft zog um 6,4 Prozent an. Die Beschäftigung nahm  überdurchschnittlich stark um 2,8 Prozent zu.

Die zweitgrößte Einzelbranche in Lippe ist die Kunststoffindustrie. Sie  startete schwach ins neue Jahr. Der Gesamtumsatz sank um 3,9 Prozent. Diese  Entwicklung war insbesondere auf die schlechte Inlandsnachfrage  zurückzuführen. Der Export stieg um 12,2 Prozent. Allerdings ist die  Exportquote dieses Wirtschaftszweiges niedrig, denn „nur“ jeder vierte Euro  wird auf Märkten außerhalb Deutschlands erzielt. Unzufriedenheit herrscht  auch bei den Maschinenbauern. Der Umsatz ging um 6,5 Prozent zurück.

Umsatzrückgänge mussten ebenfalls die Nahrungs- und Futtermittelindustrie  (-14,1 Prozent) und die Möbelindustrie (-1,4 Prozent) verkraften.

Positiv verliefen die Geschäfte demgegenüber in der chemische Industrie  (+11,7 Prozent) und dem Holzgewerbe (+17,9 Prozent).