Generationenfreundliches Einkaufen

HarsewinkelHarsewinkel. Gleich sechs Fachgeschäfte im Ortskern von Harsewinkel mit dem Qualitätszeichen “Generationenfreundliches Einkaufen“ ausgezeichnet.
Sechs Fachgeschäfte im Ortskern von Harsewinkel zeigen viel Engagement und beweisen aktiv Interesse am Thema Generationenfreundlichkeit. Erstmalig in OWL ist dieses Thema über ein gemeinschaftliches Interesse einer Werbegemeinschaft aufgegriffen worden. Die Geschäfte Orthopädie- Schuhtechnik Baumewerd GmbH, Betten Brentrup, Einfach Bunt, Lotto – Tabak – Spirituosen Flaßkamp, Foto Paradies B. Brockmann und Ideen im Raum haben das Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ durch den Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes OWL, Thomas Kunz, verliehen bekommen.

Das bundesweit vom Handelsverband HDE und der Initiative Wirtschaftsfaktor Alter getragene Siegel bescheinigt Geschäften, dass sie in punkto Servicequalität, Produktauswahl und Beratung die Anforderungen von Kunden aller Generationen vorbildlich erfüllen und so den demografischen Wandel aktiv gestalten.
So ist in den ausgezeichneten Geschäften für Menschen aller Altersgruppen – seien es Familien, Singles oder Menschen mit Handicap – komfortables und vor allem möglichst barrierearmes Einkaufen möglich.
„Generationenfreundlichkeit sollte ein Markenzeichen unserer Gesellschaft; aber ausdrücklich auch unserer Wirtschaft werden“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes OWL, Thomas Kunz.
Um das neue Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ zu erhalten, müssen die Geschäfte bundesweit einheitliche Kriterien erfüllen. Für die Zertifizierung in Ostwestfalen-Lippe ist der Handelsverband OWL zuständig. Einzelhandelsbetriebe, die sich zertifizieren lassen wollen, werden von einem Testerteam vor Ort besucht und bewertet. Die Tester prüfen vor Ort insgesamt 63 Kriterien ab, darunter 18 Kriterien, die in jedem Fall positiv beschieden werden müssen, damit das Zertifikat von einer neutralen Bewertungsstelle erteilt werden kann. Die Kriterien beziehen sich unter anderem auf Leistungsangebote, Zugangsmöglichkeiten, Ausstattung der Geschäftsräume und das Serviceverhalten.
Insgesamt waren die sechs Harsewinkeler Bewerber aber bereits gut aufgestellt: Nur in einigen Fällen musste nachgerüstet werden. Ein Innenstadtgeschäft hat zusätzlich zur neuen Rampe auch eine Außenklingel angebracht, die das Servicepersonal darüber informiert, dass vor der Tür jemand auf Hilfe angewiesen ist. Ein anderer Ladenbesitzer hat seine Treppenstufen kontrastreich mit Klebefolie markiert; in einem weiteren Innenstadtgeschäft mussten unter anderem die Gangbreiten erweitert, bzw. angepasst werden, um die Kriterien zu erfüllen.
Das neue Qualitätszeichen – der Startschuss fiel im Frühjahr 2010 durch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Handelspräsident Josef Sanktjohanser – macht Generationenfreundlichkeit im Einzelhandel zu gelebter Wirklichkeit. Erfolgreich geprüfte Einzelhandelsgeschäfte erhalten die Auszeichnung für drei Jahre und können diese mit einem Logo außen am Geschäft sichtbar machen. Ob ein Geschäft bereits ausreichend generationenfreundlich ist, lässt sich mit einem Schnelltest im Internet (www.generationenfreundliches-einkaufen.de) vorab herausfinden.

 

Foto: Gabriele Grund, Marienfeld