Der erste Schritt zum Eigenheim

Familie_JanzenGütersloh (gpr). Hinter Familie Janzen liegt eine stressige Zeit: Sie haben im vergangenen Jahr ihr neues Zuhause im Siedlungsgebiet an der Fritz-Blank-Straße gebaut. Tanja und Vitalij Janzen haben zusammen mit ihren Kindern Nick und Justin ihren Traum von den eigenen vier Wänden verwirklicht. Ermöglicht wurde der vierköpfigen Familie der Kauf des Grundstückes zu vergünstigten Konditionen durch das Kommunale Baulandmanagement der Stadt Gütersloh – ein Angebot speziell für junge Familien, um sie beim Schritt ins Eigenheim zu unterstützen.

Ein bewährtes Konzept, das seit nunmehr 17 Jahren fest im Gütersloher Stadtgebiet verankert ist. „Die Nachfrage ist nach wie vor groß, die Wartelisten sind lang“, erzählt Reinhild Gierecker, Fachfrau für das Kommunale Baulandmanagement bei der Stadt Gütersloh. Bei jedem neu ausgewiesenen Bauland wird ein Teil der Grundstücke nach Sozialkriterien vergeben – so haben auch finanziell schwächere Familien eine Chance auf einen Bauplatz in beliebten Siedlungsgebieten. Ein weiterer Punkt, in dem die zertifizierte Stadt Gütersloh ihrem Titel als „familiengerechte Kommune“ gerecht wird.

Aktuell sind die Baugebiete „Auf dem Stempel“ in Pavenstädt, „Auf der Horst“ und das Wohnquartier Krullsbachaue in Isselhorst ausgeschrieben beziehungsweise in Planung. Um sich für einen Bauplatz bewerben zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein: Ausschlaggebend sind die jährliche Einkommenshöhe, der Familienstand sowie die Angaben über den aktuellen Wohn- und Arbeitsort. „Es ist von Vorteil, wenn die Bewerber relativ jung sind, Kinder haben und in Gütersloh wohnen und arbeiten“, fügt Reinhild Gierecker hinzu. Die Diplom-Verwaltungswirtin vom Fachbereich Immobilenwirtschaft und Wirtschaftsförderung wertet die Bewerbungen nach einem Punkteverfahren aus und vergibt danach die Bauplätze unter Berücksichtigung ethnischer Aspekte, um die multikulturelle Struktur der städtischen Wohngebiete zu erhalten.

Chancengleichheit wird bei der Stadt Gütersloh großgeschrieben – durch das Kommunale Baulandmanagement-System sparen junge Familien bares Geld. „Es ist unser Bestreben, rund ein Viertel unter dem üblichen erschlossenen Grundstückspreis zu liegen“, benennt Reinhild Gierecker die finanziellen Vorteile. Insbesondere junge Mütter und Väter, die beruflich vor neuen Herausforderungen stehen, nehmen das Angebot der Stadt Gütersloh gerne an. Für 18 Grundstücke und drei Reihenhäuser in der neuen Klimaschutzsiedlung in Pavenstädt sind beispielsweise rund 80 Bewerbungen eingegangen.

Doch der demographische Wandel wirkt sich auch auf die Entwicklung des Kommunalen Baulandmanagements aus: Zukünftig wird es so große Baugebiete wie „Auf dem Stempel“ in Pavenstädt oder das Wohnquartier an der Krullsbachaue in Isselhorst nur noch vereinzelt geben. Vorrangig werden dann der Mietwohnungsbau und der Kauf von gebrauchten Immobilien im Fokus stehen. „Es ist abzusehen, dass sich die Baugebiete in einem kleineren Rahmen entwickeln“, so Reinhild Gierecker. Weitere Informationen zu der Vergabe von Baugrundstücken nach Sozialkriterien sowie aktuell ausgeschriebene Gebiete gibt es im Internet unter www.stadtplanung.guetersloh.de oder direkt bei Reinhild Gierecker per E-Mail unter reinhild.gierecker@gt-net.de.

BU: Die eigenen vier Wände: Vitalij, Tanja, Nick (6) und Justin (12) Janzen haben sich ihren Traum vom Eigenheim im vergangenen Jahr mit dem Kommunalen Baulandmanagement erfüllt.
Foto: Kreis Gütersloh