Zwiebel schneiden ohne Tränen

Kräuterfrau Ulrike Sprick bringt den Kindern das Zwiebelschneiden ohne Tränen bei.

Gütersloh (gpr). Löwenzahn, Gänseblümchen, Gundelrebe, Schinkenwurz und Spitzwegerich: Diese wilden Kräuter können die Kinder, die jetzt im Rahmen der Naturschule den Kurs „Wilde Kräuter“ besucht haben, nur empfehlen, und zwar für die Suppe. Unter der Anleitung von Kräuterfrau Ulrike Sprick haben 15 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren in der letzten Woche auf der Streuobstwiese am Außenweg in Isselhorst/Hollen die Kräuter gesammelt und auch gleich verwertet: Als besondere Geschmacksnote aus der Natur. Unbehandelt und frei von Farbstoffen.

Damit die Suppe, die über dem offenen Feuer in einem großen Topf zubereitet wurde, etwas mehr Substanz hat, wurden vorher Kartoffeln, Möhren und auch Zwiebeln geschält. Ganz ohne Tränen. Denn Ulrike Sprick kennt da einen Trick. „Die Zwiebelhaut leicht einritzen und wie bei einer Blume die Schale zurückziehen“, so Sprick. Wer dann die Zwiebel im Ganzen hält, zusammenpresst und schneidet, hält den Gemüsesaft in der Zwiebel und vermeidet die Tränen. Doch aller Anfang ist schwer. Jette hat zwar schon einmal eine Zwiebel geschnitten, aber so noch nicht. Doch alle geben ihr Bestes.

Unterstützung: Andrea Flötotto hilft Jette beim Zwiebelschneiden.

Mit den Kartoffeln geht es dann leichter. Ruck zuck sind die Beutel leer und die Kartoffeln liegen, fein gewürfelt, in einer großen Schüssel. Für die echte Gourmetküche fehlen dann nur noch die Kräuter. Hier werden die Kinder auf der Obstwiese fündig. Als die Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren gar sind, kommen die fein gehackten Kräuter hinzu. „Die Kräuter in der Suppe nicht kochen, nur ziehen lassen“, sagt Kräuterfrau Ulrike Sprick. Umrühren und fertig: Die Suppe hat allen Kindern gut gemundet. „Einfach köstlich“, sagt Jette. Und vor allem selbst gemacht.

Fotos: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh