Zum 10. Jahrestag des Friedensparks Rshew in die russische Partnerstadt

Kranzniederlegung: Bürgermeisterin Maria Unger (rechts) und Ursula Seyfarth (Übersetzerin) gedenken bei der Kranzniederlegung den Kriegsopfern.

Gütersloh (gpr). Der Krieg ist seit Jahrzehnten vorbei, aus Versöhnung ist Freundschaft geworden: Als Symbol dafür wurde im Jahr 2002 ein Friedenspark in Rshew angelegt. Nun, zehn Jahre später, reiste Bürgermeisterin Maria Unger zusammen mit vielen anderen Menschen in die russische Partnerstadt der Stadt Gütersloh, um dieses Ereignis zu würdigen.„Die Kriegsgräberstätte in Rshew ist ein lebendiges Symbol der gegenseitig gewachsenen Verständigung, die uns immer an die schrecklichen Zeiten der Vergangenheit, aber auch an die Verpflichtung zum gegenseitigen Verstehen erinnern muss“, sagte Bürgermeisterin Maria Unger im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum zehnten Jahrestag der Einweihung des russischen und deutschen Soldatenfriedhofs. Auch der deutsche Botschafter in Moskau, Ulrich Brandenburg, sowie Staatssekretär Dr. Hans-Jürgen Wolff gehörten zu den Menschen, die der Kriegsopfer gedachten, die in einer der schrecklichsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs ihr Leben ließen.

Während ihres dreitägigen Aufenthalts in der Partnerstadt besuchte die Delegation aus Gütersloh unter anderem die Oberschule Nr. 12. Dort pflanzte Bürgermeisterin Maria Unger als Symbol der Freundschaft eine deutsche Eiche, die ebenso erfolgreich wachsen soll wie die Verbundenheit zwischen den Partnerstädten. Außerdem erhielten die deutschen Gäste einen Einblick in die Arbeit der russischen Stadtverwaltung. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes in der Partnerstadt besuchten Bürgermeisterin Maria Unger und ihre Begleiterinnen ein Konzert im Kulturpalast.

Seit drei Jahren ist die rund 62.000 Einwohner große Stadt Rshew, 200 Kilometer westlich von Moskau gelegen, offizielle Partnerstadt von Gütersloh. Initiator für eine erste Annäherung der beiden Städte war seinerzeit Kriegsveteran Erich Vornholt, der auch maßgeblich an der Gründung des „Kuratoriums Rshew“ beteiligt war. Zahlreiche junge Menschen aus beiden Städten waren es zudem, die gemeinsam im „Friedenspark Rshew“ arbeiteten und die Gräber der Kriegstoten pflegten.

Foto: Stadt Gütersloh / Zentrale Öffentlichkeitsarbeit