Wirtschafts​studierende erhalten​ Peter Gläsel Preis​

Auf Auslandserfahrung im Studium setzen (v. l.) Laudatorin Prof. Dr. Sybille Reichart, Preisträgerin Nina Gmeiner, Ingrid Kleine-König, die den Preis für ihren Sohn Marius entgegennahm, Stiftungsvorsitzende Inge Gläsel, Preisträger Heinrich Warkentin (FHDW) sowie Stiftungsgeschäftsführer Stefan Wolf. Foto: Peter Gläsel Stiftung

Paderborn/Bielefeld. Große Freude am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld: Nina Gmeiner (22) und Marius Kleine-König (26) erhielten gestern den Peter Gläsel Preis 2012. Weitere Preisträger sind Andreas Bürger und Heinrich Warkentin (Fachhochschule der Wirtschaft, Paderborn), Frederik Mallmann-Trenn und Aaron Pries (beide Uni Paderborn) sowie Jonas Ramspott und Kerstin Lopau (beide Hochschule OWL). Die angehenden Akademiker nahmen die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn entgegen. 

Der Preis ist für jeden Preisträger mit je 2.500 Euro dotiert. Damit würdigt die Peter Gläsel Stiftung (Detmold), die die Auszeichnung vergibt, herausragende Leistungen im Studium und gesellschaftliches Engagement der Studierenden. Das Preisgeld soll den Nachwuchswissenschaftlern Auslandsaufenthalte in Ländern ihrer Wahl ermöglichen. Solche Auslandsaufenthalte seien nahezu unverzichtbar, um Fremdsprachenkompetenz zu fördern, das Studium international auszurichten und zu erfahren, wie wichtig kulturelle Vielfalt auch in Wissenschaft und Wirtschaft sei, betonte Stiftungsgeschäftsführer Stefan Wolf.

Nina Gmeiner studiert seit 2010 Wirtschaftspsychologie an der FH Bielefeld. Parallel dazu arbeitet sie bei der Teammotion GmbH: eine doppelte Herausforderung, die Gmeiner jedoch wegen der Synergieeffekte bewusst gesucht hat. Sie will ihr Preisgeld nutzen, um ein Auslandssemester an der „University of Agriculture“ in Prag zu absolvieren, „da ich ein großes Interesse habe, die Kultur und die Ansichten der aufstrebenden Staaten in Osteuropa kennen zu lernen“. Gmeiner möchte später in der Personalentwicklung und im Coaching beruflich aktiv werden.

Marius Kleine-König studiert Betriebswirtschaftslehre an der FH Bielefeld, seine Schwerpunkte sind „Personal und Organisation“ sowie „Controlling, Finanz- und Rechnungswesen“. Ihm ist bereits in der Berufsausbildung bei einem international tätigen Unternehmen in Melle deutlich geworden, wie wichtig auch ein international ausgerichtetes Studium für den beruflichen Erfolg sein kann. Kleine-König nutzt deshalb den Peter Gläsel Preis für ein Auslandssemester an der „Mikkeli University of Applied Sciences“ in Finnland, zu dem er bereits im September aufgebrochen ist, weshalb er an der Preisverleihung selber nicht teilnehmen konnte und von seiner Mutter vertreten wurde. Kleine-König lobt das „fortschrittliche Bildungssystem in Finnland und die landschaftlich reizvolle Lage Mikkelis“. Ihn interessieren insbesondere die Studierenden an der Hochschule, „deren soziale Netzwerke und die fremde Lernkultur“.

Den Festvortrag zum Thema „Zukunft“ hielt Felix Finkbeiner, ein erst 15jähriger Umweltaktivist – allerdings per Videobotschaft und mit einem Ferninterview über den Internetdienst Skype. Finkbeiner schränkt seine Reisetätigkeit so weit wie möglich ein, um die Umwelt nicht mit zusätzlichem CO2- Ausstoß zu belasten. Er rief dazu auf, für mehr Klimagerechtigkeit zu sorgen. Finkbeiner hat im Alter von nur neun Jahren die Schülerinitiative „Plant-for-the-Planet“ gegründet. Ziel der Initiative von Kindern für Kinder ist es, dem Klimawandel mit Baumanpflanzungen in möglichst vielen Ländern zu begegnen. „Plant-for-the-Planet“ ist mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung mit rund 100.000 Kindern und Jugendlichen in mehr als 100 Ländern geworden. Nach eigenen Angaben gehen mittlerweile mehr als 12,5 Milliarden Baumpflanzungen auf die Initiative zurück. Finkbeiner appellierte per Skype an die rund 160 Gäste der Preisverleihung, sich an der Bewegung zu beteiligen: „Wir sollten nicht mehr über Klimawandel reden, wir sollten Bäume pflanzen.“

Foto: Peter Gläsel Stiftung