Wippen, zappeln, popowackeln

Mitmachen erwünscht. Regina Schwarz motiviert die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Rischenau zur spielerischen Auseinandersetzung mit Sprache.

Bielefeld. „Wippen, zappeln, popowackeln – mach mit beim Wi-wa-wackeldackeln“, so der klangvolle Titel eines der Bücher von Lyrikerin und Geschichtenschreiberin Regina Schwarz. Die studierte Sozialpädagogin mit viel Sinn für Wortwitz und Sprachkreativität hat im Rahmen des Projekts „Lippe liest“ der Stiftung „Für Lippe“ die Region besucht und insgesamt zehn Lesungen für die ersten und zweiten Klassen an lippischen Grundschulen durchgeführt.

Seit 1984 veröffentlicht Schwarz Gedichte, Bilderbuchtexte und Geschichten für Groß und Klein. Mehrere Auszeichnungen hat sie erhalten, so hat u.a. die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur „Das verrückte Schimpf-wörter-ABC“ zum Buch des Monats gewählt. Das Klipp-Klapp-Buch hatte sie auch auf ihrer Reise dabei. Es arbeitet durchgehend mit Alliterationen, von Alberner Anzug-Affe bis Zerzauster Zottel-Zwerg. 17576mal können die Klappen in die verschiedenen Kombinationen umgeblättert werden. Mit den liebevollen Illustrationen ein besonderer Spaß und Anreiz für die Kinder, sich mit Sprache auseinander zu setzen: „Mein Ziel ist es, die Kinder sensibel zu machen für Sprache und Wortwitz und die Freude an Gedichten zu wecken bzw. zu vertiefen“, so Schwarz über ihre Motivation.

Am Mittwoch machte Schwarz Station im Grundschulzentrum Rischenau-Elbrinxen, am Standort Rischenau. Die insgesamt 58 Kinder der ersten und zweiten Klassen fanden gemeinsam mit der Lyrikerin passende Reime und Geräusche: „Es ist auch wichtig, dass die Kinder Reime hören“, so Schwarz, „Viele Kinder haben kein Gefühl für Sprache mehr. Das ist jedoch für den Umgang mit ihr besonders wichtig“.

Lustiges Klappen. Im lustigen Schimpfwörterbuch-ABC können die Schülerinnen und Schüler eigene Wortkombinationen finden.

Schulleiterin Barbara Gutenbeil zeigte sich sehr zufrieden mit der Lesung: „Für uns ist es wichtig, das Erlebte für die Kinder auch im Unterricht nutzbar zu machen“, sagt Gutenbeil. So hat Schwarz die illustrierten Tiergestalten aus ihrem Schimpfwörterbuch als Farbkopie in der Grundschule gelassen und die Kinder werden selbst spielerisch eigene Wortkombinationen für sie finden. 

Wie in den vergangenen Jahren hatte die Buchhandlung Pegasus aus Lemgo für die Lesewoche wieder eine Mitarbeiterin freigestellt, die die Kinderbuchautorin begleitete und die Büchertische im Anschluss an die Lesung organisierte. „Ohne ihre Hilfe könnten wir das Projekt in diesem Umfang nicht durchführen“, spricht Rainer Giesdorf, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Für Lippe“, der Buchhandlung seinen Dank aus.

Um eine Lesung von Schwarz beworben hatten sich insgesamt 40 der 72 lippischen Grund- und Förderschulen. „Ausgewählt für eine Lesung wurden die Grundschule Lemgo-West, Hauptstandort Lieme, die Grundschule ‚Auf der Insel‘, die Grundschulen Schlangen, Horn und Belle, sowie die Grundschule am Weinberg, die Grundschule am Paradies, der Grundschulverbund Rischenau-Elbrinxen, Standort Rischenau, die Grundschule Haxthausen und die Grundschule Silixen“, informiert Miriam Bent, Projektleiterin bei der Stiftung „Für Lippe“.

Weitere Informationen finden sich unter: www.fuer-lippe.de.

Fotos: Stiftung „Für Lippe“