Wie gesund sind Bielefelds Kinder?

Bielefeld. Dass neben individuellen Faktoren auch die Umgebung Einfluss auf die Gesundheit von Kindern hat, ist erwiesen. Aber wie unterscheiden sich dabei Kinder aus deutschen Familien und Kinder aus Migrantenfamilien? Eine neue Studie der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld geht dieser Frage nach. Beispielhaft werden 1.500 Bielefelder Kleinkinder von ihrer Geburt bis zum vierten Lebensjahr durch gesundheitliche Untersuchungen begleitet. Sechs Jahre lang fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Forschergruppe, weitere sechs Jahre übernimmt die Universität Bielefeld die Förderung. Anfang Oktober haben die vorbereitenden Arbeiten für die Studie begonnen.

„BaBi-Bielefeld“ heißt die Studie zur Gesundheit von Babys und Kindern in Bielefeld. Der Fokus liegt dabei auf der Gesundheit von Babys aus Familien mit Migrationshintergrund. Neben dem Einfluss sozialer Faktoren wie Bildung und Einkommen wird auch der Einfluss von Faktoren der Lebensumwelt untersucht, beispielsweise der Wohnlage. Diese Herangehensweise macht die Studie in Deutschland einzigartig. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Nachwuchsgruppe werden 1.500 Mütter und ihre neugeborenen Kinder durch regelmäßige Befragungen begleiten. Von den 1.500 Frauen sollen 500 einen türkischen, 500 einen Spätaussiedler-Hintergrund und weitere 500 keinen Migrationshintergrund haben. Erforscht werden die körperliche sowie geistige Entwicklung der Kleinkinder von 0 bis 4 Jahren. Darüber hinaus untersuchen die Forscher die Entwicklung von Allergien. Zudem beziehen die Forscher die Schwangerenvorsorge und die Teilnahme der Kinder an Früherkennungsuntersuchungen ein. Zurzeit wird die Studie durch Kooperationsabsprachen mit Bielefelder Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten und Hebammen vorbereitet.