Wenn Welten aufeinander prallen…

Bad Salzuflen. Eine schöne Komödie über die Begegnung zwischen älteren Menschen und der jungen Generation, bei der unterschiedliche Welten aufeinander prallen, ist nun in der städtischen Reihe „Boulevard-Theater“ zu erleben: „Der arme Ritter (Ritter Ludwig)“ von Stefan Vögel wird am Freitag, 12. April, um 19.30 Uhr vom Hamburger Ohnsorg-Theater im Kur- und Stadttheater an der Parkstraße in Bad Salzuflen gegeben. In der Inszenierung von Adelheid Müther für die „Nordtour-Theater GmbH“ aus Elmshorn spielen Wilfried Dziallas, Birte Kretschmer, Tanja Kleine, Edda Pastor, Peter Wohlert und Wolfgang Sommer. Karten im Vorverkauf zu Preisen von 14 bis 26 Euro in den verschiedenen Kategorien gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 05222/183-200, und bei der Bürgerberatung im Rathaus.

Ein bisschen Abwechslung im täglichen Einerlei der Altersresidenz „Freudenau“ muss sein. Deshalb treffen sich Elisabeth, Norbert und Franz immer wieder sonntags bei Ritter Ludwig Bernhard Freiherr von Schwitters-Elblingen. Hoch geht’s her im Zimmer des ehemaligen Schlossbesitzers und Vorstehers einer Eliteschule, wenn sich die vier älteren Herrschaften bei einer launigen Partie „Trivial Persuit“ die Zeit vertreiben. Natürlich hat jeder von ihnen seine Eigenheiten, was gelegentlich zu kleinen Nörgeleien und Streitigkeiten führt, der innigen Freundschaft des Quartetts aber keinen Abbruch tut.

Immer wieder sonntags gönnt sich der überaus gebildete Ritter Ludwig außerdem einen besonderen Luxus: Er lässt sich sein Mittagessen aus dem Gasthof anliefern. Auch mit dem Lieferjungen – einem Medizinstudenten, der für ihn manch privaten Botengang erledigt – hat Ludwig im Laufe der Zeit Freundschaft geschlossen. Wie groß ist daher seine Enttäuschung, als ihm an diesem Sonntag eine leicht verwahrlost wirkende Frau sein Essen bringt. Die Botin jedoch lässt sich von Ludwigs unfreundlicher, abweisender Art nicht abschrecken. Und nach und nach findet auch der Ritter großen Gefallen an der äußerst wissbegierigen und lernfreudigen Paula…

„Es gibt ihn tatsächlich! Den jungen, deutschsprachigen Komödienschreiber, der alle dramaturgischen, psychologischen und komödiantischen Regeln beherrscht. Am Ohnsorg-Theater haben wir ihn jetzt kennen gelernt: Stefan Vögel … ist ein Ass in der pointierten Dialogführung ohne billigen Jokus“, hieß es in den Kritiken nach der Uraufführung. Gelobt wurden unter anderem die Hauptdarsteller: „Wilfried Dziallas und Birte Kretschmer glänzen als ungleiches Paar und verleihen dem Generationenstück ein anrührend-komisches Antlitz“ oder: „Die Charaktere begeistern in der stimmungsvollen Inszenierung von Adelheid Müther. Wunderbare Unterhaltung mit Tiefgang“. Gewürdigt wurde weiter das „amüsante Spiel um Generationen und ihre Konflikte“ und schließlich eine „beglückende Premiere! Am Ende sind alle glücklich: Mimen, Regisseurin, Bühnenbildnerin, Kostüm-Designerin und Publikum.“

Bild: Der Veranstalter