Vorträge und Gespräche zum Thema Brustkrebs

Interdisziplinäres Brustzentrum lädt ein zum Brustkrebstag am 05. Mai

Herzliche Einladung zum Brustkrebstag (v.l.): Dr. Johannes Middelanis, Dr. Andrea Gehring, Schirmherr Prof. Dr. Claus Gropp, Dr. Siegfried Rösel (Vorsitzender des IBZ e.V.) und Dr. Wencke Ruhwedel.

Herzliche Einladung zum Brustkrebstag (v.l.): Dr. Johannes Middelanis, Dr. Andrea Gehring, Schirmherr Prof. Dr. Claus Gropp, Dr. Siegfried Rösel (Vorsitzender des IBZ e.V.) und Dr. Wencke Ruhwedel.

Gütersloh. Etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Laut der Deutschen Krebshilfe ist dieser Tumor mit über 70.000 Neuerkrankungen im Jahr die mit Abstand häufigste Krebserkrankung der Frau. Um auf dieses Krankheitsbild und auf die Therapiemöglichkeiten aufmerksam zu machen, veranstaltet das Interdisziplinäre Brustzentrum (IBZ) am Samstag, 05. Mai zum mittlerweile fünften Mal einen Brustkrebstag im Theater Gütersloh. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, von 8:30 bis 14 Uhr Vorträge und eine Ausstellung mit Informationsständen zu besuchen. Im Fokus der Veranstaltung steht in diesem Jahr insbesondere die Frage, wie die Auswirkungen der Brustkrebstherapie bewältigt werden können.

„Wir möchten mit der Veranstaltung eine Orientierung geben im Umgang mit der Erkrankung. Dazu gehört selbstverständlich ein Überblick über die grundsätzlichen Therapiemöglichkeiten bei Brustkrebs, aber auch die Vorstellung von Strategien, wie Patienten mit der Erkrankung und den Symptomen umgehen können“, so Dr. Siegfried Rösel, Vorsitzender des Interdisziplinären Brustzentrum Gütersloh e.V.. So wird Prof. Dr. Josef Beuth aus Köln zum Thema Komplementärmedizin unter dem Motto „Was kann ich für mich selbst tun?“ referieren. Sportwissenschaftler Timo Niels von der Universitätsklinik in Köln zeigt in seinem Vortrag Möglichkeiten der Onkologischen Trainings- und Bewegungstherapie auf. Darüber hinaus wird Dr. Petra Voiß aus Essen das zunehmend wichtige Thema Fatigue beleuchten und erläutern, wie auch mit alternativen Verfahren diesem so genannten Erschöpfungssyndrom entgegengewirkt werden kann. Claudia Lauhoff von der Gütersloher Selbsthilfegruppe „Lust auf Leben“ zeigt, wie ein regelmäßiger Austausch mit anderen Betroffenen den Patienten bei der Bewältigung ihrer Krankheit helfen kann.

Auf therapeutischer Seite wird PD Dr. Sherko Kümmel den aktuellen Stand der Behandlung von Brustkrebs von der Operation bis zu den neuesten Entwicklungen in der medikamentösen Behandlung zusammenfassen. Auch das Kooperative Brustzentrum des Klinikum Gütersloh und des Sankt Elisabeth Hospitals stellt sich und seine Behandlungsansätze in einem kurzen Vortrag vor.

Mit dem Brustkrebskrebstag sollen nicht nur Patienten, die gerade akut behandelt werden, sondern auch jene, die formell geheilt sind, angesprochen werden: „Wir möchten auch die Patienten erreichen, deren Krebstherapie bereits beendet ist, die aber weiterhin die Auswirkungen der Erkrankung spüren. Beim Brustkrebstag gibt es auch für sie Anregungen, welche Möglichkeiten der langfristigen Nachsorge es für sie gibt“, so Dr. Rösel. Die Besucher haben zudem die Möglichkeit, sich mit Fragen direkt und vertrauensvoll an die anwesenden Fachärzte des IBZ zu wenden. Auch Bürgerinnen und Bürger, die sich grundsätzlich über das Thema Brustkrebs informieren wollen, sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Schirmherr des Brustkrebstags 2018 ist Prof. Dr. Claus Gropp.

Information über das Interdisziplinäre Brustzentrum (IBZ)
Im Kreis Gütersloh sind jährlich etwa 250 Frauen und 2 bis 4 Männer von der Diagnose Brustkrebs betroffen. Um den Patientinnen und Patienten die individuell bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, gründeten Gütersloher Ärzte im Jahr 2004 das Interdisziplinäre Brustzentrum. In diesem Netzwerk können sich alle in die Therapie involvierten Fachärzte und Disziplinen austauschen und gemeinsam den passenden Behandlungsplan festsetzen – von Onkologen über Gynäkologen bis zu Psychologen und Physiotherapeuten. Ärzte der Gütersloher Krankenhäuser
sind ebenso eingebunden wie niedergelassene Mediziner. So können Patientinnen direkt vor Ort von einer engmaschigen und kompetenten Betreuung profitieren. Weitere Informationen finden sie auch im Internet unter
 
Vorträge beim Brustkrebstag 2018
9:00 Uhr: Begrüßung durch den Schirmherrn Prof. Dr. Claus Gropp und Dr. Siegfried Rösel 9:15 Uhr: „Was kann ich für mich selbst tun? Komplementärmedizin“ (Prof. Dr. Josef Beuth, Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren) 09:50 Uhr: „Neues aus dem KBZ“ (Dr. Johannes Middelanis und Dr. Wencke Ruhwedel, Kooperatives Brustzentrum Gütersloh) 10:30 Uhr: „Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie“ (Timo Niels, Centrum für Integrierte Onkologie, Universitätsklinik Köln) 11:05 Uhr: „Fatigue“ (Dr. Petra Voiß, Kliniken Essen Mitte) 12:15 Uhr: „Von der Operation zur molekularen Therapie“ (PD Dr. Sherko Kümmel, Kliniken Essen-Mitte) 13:30 Uhr: Die Gütersloher Selbsthilfegruppe unter neuer Leitung stellt sich vor (Claudia Lauhoff).
 
Foto: Interdisziplinäres Brustzentrum Gütersloh e. V.
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