Von Handarbeit bis Softwareprogrammierungen

Schrauben im Rechner: Der angehende IT-Systemelektroniker kennt sich im Inneren eines Rechners bestens aus. Foto: Stadt Gütersloh

Schrauben im Rechner: Der angehende IT-Systemelektroniker kennt sich im Inneren eines Rechners bestens aus. Foto: Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). Die Erleichterung ist Thomas Schulze Roberg anzusehen: Der Auszubildende hat vor wenigen Tagen seine schriftliche Abschlussprüfung zum IT-Systemelektroniker absolviert. Er hat ein gutes Gefühl, wahrscheinlich wird er seine Ausbildung in einigen Wochen erfolgreich beenden. Hinter ihm liegt eine dreijährige Lehrzeit bei der Stadt Gütersloh. 

Wenn das Internet nicht funktioniert, der Rechner nicht mehr hoch fährt oder  Probleme beim Umgang mit Office auftauchen, ist Thomas Schulze Roberg zur Stelle: Der Auszubildende kümmert sich täglich um Störungsmeldungen. Er ist angehender IT-Fachmann, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Gütersloh bei Problemen rund um den PC helfend zur Seite steht. „Jeden Morgen prüfe ich als erstes meine Mails auf neue Störungsmeldungen und nehme Anrufe entgegen“, beschreibt der 19-Jährige seinen Arbeitsalltag, „einige Fragen kann ich direkt am Telefon beantworten, manchmal greife ich auf den betroffenen Arbeitsplatz zu oder ich gehe zu den Mitarbeitern und behebe das Problem vor Ort.“ Rund 700 Rechner im Rathaus und in den Außenstellen werden regelmäßig von dem achtköpfigen IT-Team der Stadt Gütersloh gewartet und betreut.

IT-Systemelektroniker sind aber nicht nur Helfer vor Ort, sondern auch Schöpfer neuer Software. „Neulich habe ich eine Software für den Fachbereich Jugend und Soziales mitgestaltet. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch eine abwechslungsreiche Herausforderung“, erzählt Thomas Schulze Roberg. Langeweile kommt bei dem Auszubildenden nicht auf – der Arbeitsalltag ist von Vielfalt geprägt. „Mir ist besonders wichtig, dass ich nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitze“, sagt Schulze Roberg, „es ist schön den Mitarbeitern helfen zu können und gleichzeitig den persönlichen Kontakt zu pflegen.“

Neben Projektbetreuungen, dem Störungsdienst sowie der Softwareentwicklung legt der gebürtige Sassenberger aber auch selbst Hand an: Immer mal wieder schraubt er Rechner auf, um defekte Kleinteile zu erneuern oder Festplatten auszutauschen. „Die Theorie über das Innenleben eines Rechners habe ich in der Berufsschule in Bielefeld gelernt, praktische Erfahrung im Schrauben hingegen habe ich hier im IT-Service gewonnen“, so Schulze Roberg. Unterstützt wurde er dabei vom gesamten städtischen IT-Team.

Thomas Schulze Roberg hat seine Entscheidung für die Ausbildung zum IT-Systemelektroniker nach seinem Realschulabschluss nie bereut. Drei Jahre ist er praktisch in der Stadtverwaltung, theoretisch im Carl-Severing-Berufskolleg ausgebildet und optimal auf das Berufsleben vorbereitet worden. Einen Arbeitsvertrag im Anschluss an die Ausbildungszeit hat er bereits bei einem Unternehmen in Sendenhorst unterschrieben – den Input, den er aus seiner Zeit bei der Stadt Gütersloh mitnimmt, ist eine gute Basis für seine berufliche Zukunft.