Volleyball DVV-Pokalfinale am 02. März (Sonntag) 2014

Touzinsky,-Scott-(vorne-7HalleWestfalen. Das Finale um den DVV Volleyball-Pokal der Männer ist nicht nur das Aufeinandertreffen der Giganten VfB Friedrichshafen und Berlin Recycling Volleys, sondern auch ein Stelldichein zahlreicher Weltklasse-Spieler: So treffen beispielsweise die Friedrichshafener Olympia-Teilnehmer Max Günthör (Deutschland) und Victor Yosifov (Bulgarien) auf ihre Berliner Kontrahenten Srecko Lisinac (Serbien) und Tomas Kmet (Slowakei) bzw. auf der Außenposition kommt es zum Duell zwischen VfB-Angreifer Valentin Bratoev (Bulgarien) und Berlins >Punktmaschine< Robert Kromm (Deutschland). Doch damit nicht genug, denn mit Nikola Jovovic (Serbien) und Scott Touzinsky (USA) treffen auch der EM-Dritte und ein Olympiasieger aufeinander.

Der 24. August 2008 war der größte sportliche Erfolg für Scott Touzinsky. Mit 3:1 siegten die USA im Finale gegen Brasilien und gewannen Olympia-Gold. Doch der Berliner Kapitän ist keiner, der in der Vergangenheit lebt: „Die Goldmedaille ist für mich nicht so präsent. Ich gucke nicht nach ihr und vergesse auch die meiste Zeit, dass ich sie habe. Wenn ich mit Volleyball fertig bin, werde ich mehr daran erinnern. Aber das war damals, und das ist jetzt.“ Von einer Olympia-Teilnahme oder gar einem Olympiasieg ist Nikola Jovovic, der am Anfang einer großen Karriere steht, noch entfernt. Nachdem er unter anderem mit dem WM-Titel bei der Jugend (2009) und weiteren Medaillen bei WM und EM im Nachwuchsbereich auf sich aufmerksam gemacht hatte, gelang dem 22-Jährigen mit dem Gewinn der EM-Bronzemedaille 2013 – unter anderem mit Berlins Mittelblocker Lisinac an seiner Seite – der erste große Erfolg bei den Senioren. Das soll für Nikola Javovic natürlich erst der Anfang weiterer Medaillen und Titel sein, denn da hat Jovovic ganz das serbische >Sieger-Gen< in sich: „In Serbien müssen alle zeigen, dass sie es verdienen, das serbische Nationaltrikot zu tragen. Und wenn wir zu 100 Prozent alles geben, dann ist am Ende auch keiner enttäuscht oder wütend auf uns. Wir haben eine gute Mischung aus jüngeren und erfahreneren Spielern im Nationalteam und ich glaube, wir haben gute Chancen, das hohe Level zu halten und um die Medaillen mitzuspielen.“

Der 31-jährige Touzinsky befindet sich dagegen bereits im >Spätsommer< seiner Karriere. Doch wozu Erfahrung auf hohem Niveau dienlich ist, bewies die Nummer eins der Berliner in den zwei zurückliegenden Spielzeiten. Der Berliner Kapitän agiert(e) meist unauffällig, aber effektiv, ist ein absoluter „Leader“ in seinem Team und führte es zu den Deutschen Meisterschaften 2012 und 2013. Zudem fungiert er als wichtiger Mittler zwischen Trainer Mark Lebedew und den Mannschaftskollegen, betont aber auch: „Taten sind wichtiger als Worte.“ Und obwohl beide Karrieren sich in so unterschiedlichen Stadien befinden und beide höchstunterschiedliche Erfahrungswerte vorweisen – Touzinsky spielte bereits in Griechenland, Spanien, Slowenien, der Türkei, Puerto Rico und Deutschland, Jovovic in Serbien und Deutschland – hat der Jüngere dem Älteren etwas voraus: Jovovic stand mit dem VfB Friedrichshafen 2012 im DVV-Pokalfinale und gewann dies auch. „Ich glaube, es ist ein kleiner Vorteil, dass wir die Umgebung und Atmosphäre kennen. Aber noch wichtiger wird sein, wie wir uns auf das Spiel vorbereiten.“ Dagegen spielen Touzinsky und die BR Volleys erstmals im GERRY WEBER STADION und können es kaum erwarten: „Wir sind froh, nach sehr langer Zeit wieder im Pokalfinale zu stehen. Die Erwartungshaltung und die Spannung im Team sind hoch – wir sind bereit.“

Rund 10.000 Zuschauer im Stadion und die Zuschauer bei www.dvl-live.tv können sich auf den Showdown freuen, wenn die zwei aktuell besten Männer-Teams ab 15.30 Uhr aufeinander treffen. Für zwei der Protagonisten ist klar, dass es hart zugehen wird: „Es wird ein großartiges Finale, ähnlich wie zuletzt in der Bundesliga in der Max-Schmeling-Halle, als wir 3:2 gewinnen konnten. Jetzt ist es in einem anderen Stadion, beide Teams werden heiß sein“, so Touzinsky. Und Jovovic meint: „Im Finale ist alles möglich, es wird kein leichtes Spiel, auch wenn ich – wie immer – erwarte zu gewinnen. Berlin stellt ein wirklich gutes Team, die Chancen stehen 50:50.“ Alle Informationen zum DVV-Pokal unter www.dvv-pokal.de und www.facebook.com/volleyball.pokalfinale

 

GERRY WEBER STADION • HalleWestfalen
Volleyball DVV-Pokalfinale • 02. März (Sonntag) 2014
15.30 Uhr (Männer): VfB Friedrichshafen vs. BERLIN RECYCLING Volleys
13.00 Uhr (Frauen): Rote Raben Vilsbiburg vs. VolleyStars Thüringen

Ticketservice Pokalfinale
Eintrittskarten für das DVV-Pokalfinale sind zum Preis ab 10,00 Euro im GERRY WEBER Ticket-Center (Weidenstraße 2, 33790 HalleWestfalen) telefonisch unter 05201-8180 oder online unter www.gerryweber-world.de zu erwerben. Neben den Kategorien I bis IV sowie der Spezialaktion Team- und Vereinsbonus gibt es für die Endspiele 2014 eine Familienkarte. Mit dieser können zwei Erwachsene und zwei Kinder (bis einschließlich 15 Jahre) für 70,00 Euro in der Kategorie I Volleyball-Spitzensport live erleben.

 

Bildzeile: Der US-Amerikaner und Berliner Kapitän Scott Touzinsky (vorne 7. von rechts) gewann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Goldmedaille mit dem Team der USA. © FIVB