Verschärftes Nichtrauchergesetz kommt an

Wichtiger Hinweis: Die Ordnungshüter Wolfgang Lau (links) und Frederik Bollweg achten unter anderem darauf, ob in den Eingangsbereichen von Spielotheken auf die Mindestaltersgrenze hingewiesen wird. Foto: Stadt Gütersloh

Wichtiger Hinweis: Die Ordnungshüter Wolfgang Lau (links) und Frederik Bollweg achten unter anderem darauf, ob in den Eingangsbereichen von Spielotheken auf die Mindestaltersgrenze hingewiesen wird. Foto: Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). Ab dem 1. Mai gilt das neue Nichtrauchergesetz in Nordrhein-Westfalen. Das besagt rigoroses Rauchverbot in Gaststätten und Spielhallen. Um in den Genuss eines Glimmstängels zu kommen, müssen seit gut einigen Wochen alle Raucher vor die Tür gehen. Bei ihren routinemäßigen Rundgängen kontrollieren die Ordnungshüter der Stadt Gütersloh unter anderem die Einhaltung des Rauchverbots – mit Erfolg: Bei ihren stichprobenartigen Kontrollen haben Außendienstmitarbeiter des Fachbereichs Ordnung bislang kaum Sünder erwischt. 

Auch die Stimmung unter den Inhabern scheint gelassen: „Die Umstellung war problemlos, die Raucher haben das neue Gesetz akzeptiert und zünden sich nun draußen ihre Zigaretten an“, erzählt eine Gütersloher Gaststätteninhaberin. Keine verqualmten Kneipen und Spielhallen mehr – der neue Gesetzesbeschluss zeigt Wirkung.

Für Frederik Bollweg und Wolfgang Lau, Außendienstmitarbeiter der Stadt Gütersloh, ist das neue Nichtrauchergesetz ein weiterer Faktor unter vielen, auf den sie bei ihren regelmäßigen Streifzügen ihr Augenmerk richten. Stichprobenartig kontrollieren sie zu unterschiedlichen Tageszeiten Gaststätten und Spielhallen. „Unter anderem überprüfen wir, ob sich Minderjährige in Spielotheken aufhalten“, so Lau. Schließlich besagt das Jugendschutzgesetz, dass unter 18-Jährigen der Zutritt zu Glücksspielhallen nicht gestattet ist – wie den vorgeschriebenen Hinweisschildern im Eingangsbereich zu entnehmen ist. „Jugendliche haben in Spielhallen nichts zu suchen“, erklärt Bollweg. Bei festgestellten Verstößen muss der Spielhallenbetreiber mit einer hohen Geldbuße rechnen.

Um die Spielsuchtgefahr zu bannen, müssen Spielhallenbesitzer bestimmte Vorschriften einhalten. Darum überprüfen die Ordnungshüter der Stadt auch die Anzahl der Spielautomaten sowie den dazwischen liegenden Abstand beziehungsweise das Vorhandensein von Sichtschutzwänden. „Es dürfen maximal zwölf Spielautomaten in einer Spielhalle aufgebaut sein“, erklärt Lau. Die Verlockung scheint groß zu sein am Spielautomaten mit ein bisschen Kleingeld den großen Gewinn zu erzielen. Regelmäßige Spielunterbrechungszeiten, die üblicherweise automatisch in den Spielautomaten programmiert sind, sollen Spieler dazu nötigen eine Pause einzulegen.

Der Kontrollgang durch die Gütersloher Innenstadt führt die Ordnungshüter auch am ZOB und am Hauptbahnhof vorbei. „Wir zeigen Präsenz und suchen bewusst immer wieder zentrale Punkte auf. Wir gehen vor allem gezielt zu den Orten, von denen wir Beschwerden bekommen und schauen, ob dort alles in Ordnung ist“, so Bollweg. Bei vielen Güterslohern sind die Außendienstmitarbeiter längst keine unbekannten Gesichter mehr. Die Arbeit des Fachbereichs Ordnung zeichnet sich auch darin ab, dass die Ordnungshüter eben nicht als ungern gesehene Kontrolleure wahrgenommen werden, sondern ganz im Gegenteil.