Unterschriften gegen Kibiz- Verschlechterungen

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Rheda- Wiedenbrück. Rund 1000 Unterschriften brachten die Kinder der katholischen Kindergärten in Rheda- Wiedenbrück mit zwei Schubkarren ins Rathaus. Mit diesen Unterschriften warnen die Eltern und Erzieherinnen vor Verschlechterungen bei der Landesförderung für die Kindergärten. Zum 1. August soll die 2. Revision des Kinder-bildungsgesetzes (KiBiz) verabschiedet werden. Die Vertreterinnen und Vertreter der 10 katholischen Einrichtungen befürchten Verschlechterungen im Bereich der Personal- und Sachkosten. Deshalb überreichten sie jetzt Postkarten mit Unterschriften von Eltern, Großeltern, Kirchenvertretern und ErzierherInnen an das Land NRW, um vor den Beschlussfassungen im Landtag Stellung zu beziehen.
Einen zweiten Satz der Postkarten überreichten Kinder, Eltern und ErzieherInnen an Bürgermeister Theo Mettenborg als Vorsitzenden des Rates. „Wir wissen, dass Sie nicht die Zuständigen für das KiBiz sind, aber wir wünschen uns eine breite Unterstützung unserer Aktion. Wir brauchen Fürsprecher auf allen Ebenen, denn es geht um die Zukunft unserer Kinder!“ erklärte Beate Hustert als Sprecherin der Tageseinrichtungen die Zielrichtung der Aktion. Dass das „neue“ KiBiz grundsätzlich eine Anhebung der Pauschalen in Aussicht stellt, begrüßen die Aktiven. Die angekündigte Steigerung reicht jedoch nicht, um die bisherigen Kostensteigerungen aufzufangen und dürfte auch in den kommenden Jahren unter den realen Kosten liegen. „Die Schere kann sich unter den aktuell angedachten Voraussetzungen nicht schließen“, so Hustert. Deshalb fordern die ErzieherInnen und Eltern nicht nur eine finanzielle Nachbesserung des KiBiz-Entwurfs. Sie wünschen sich außerdem einen besseren Erzieher- Kind- Schlüssel, eine Sicherstellung der Freistellung für die Leitungen aufgrund von stetig zunehmenden Verwaltungsaufgaben und eine ausreichendes Personal- und Sachbudget.
Bürgermeister Theo Mettenborg zeigte Verständnis für die Sorgen: „Kinder sind unsere Zukunft. Die Kitas brauchen ausreichend Mittel!“

BU: Die Kinder der Kolping- und der St.-Clemens-Kitas brachten die Unterschriften ins Rathaus. Die Kinder der Wiedenbrücker Kitas hatten die Aktionsfähnchen gebastelt.