Überzeugt nachhaltig: namu Bielefeld

OLYMPUS DIGITAL CAMERABielefeld (lk). Für jede Altersklasse hält das Naturkunde Museum mit seinen über 450.000 Objekten lehrreiche Unterhaltung bereit. Das sogenannte namu (=Naturkunde Museum) liegt seit 1986 im Spiegelhof in der Nähe des Adenauerplatzes. Es bietet auf drei Etagen Informationen rund um Natur und Nachhaltigkeit.

Unter den höhlenartigen Kellergewölben glitzern große und kleine Kristalle, über deren Entstehung das Museum aufklärt. Hier erfährt man alles über Fossilien, Gesteine oder Mineralien – Angefangen bei den Lava-Ausbrüchen in Ostwestfalen bis hin zu der Verwendung von Quarz in Uhren.

Weiter geht es im Erdgeschoss mit der Sonderausstellung „Exotische Früchte“ die bis zum 8. September zu sehen ist. Neben einer Vielzahl an Früchten in allen Farben, die für die Ausstellung konserviert wurden, gibt es Info-Tafeln. Diese leiten den Besucher durch die Ausstellung und berichten über die Herkunft der Früchte, woraus sie bestehen und wie sie transportiert werden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFür die Kleinen gibt es zu dieser Ausstellung das Sommerferienangebot „Exotische Früchte. Forschen – Filzen – Schmecken“. Hier können Kinder von 7 bis 9 Jahren an zwei Vormittagen die natürlichen Leckerbissen besser kennen lernen. Diese Aktion findet am 28. und 29. August von 11 bis 13 Uhr statt und kostet 16 Euro.

Der gelb-schwarze Aufzug des Museums führt nicht nur ins Obergeschoss, sondern auch in die Zukunft – genauer gesagt in das Jahr 2525. Oben angekommen empfängt den Besucher ein blau leuchtender Raum mit weißen Wänden: ein Museum der Zukunft. Von hier aus blicken die Besucher auf ihr eigenes Zeitalter zurück. Sie erfahren mehr über die Umwelt und die Natur des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Dauerausstellung mit dem Titel „ausSterben – überLeben“ wurde nach Angaben des Naturkundemuseums von der Bielefelder Agentur MUSEUMSREIF! organisiert und umgesetzt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUrsula Söltebier, eine Besucherin des Museums erklärt: „Wir sind hier hergefahren, weil es regnerisch ist.“ Sie hat Besuch von ihren zwei Enkeln. Besonders interessieren sie die Tiere, über die das namu informiert. „Die Tiere die wir hier sehen, können wir in Olderdissen wieder lebend betrachten“, freut sich die 68-jährige Kauffrau.

Eine Schleuse führt zu weiteren Räumen, die sich mit unserem heutigen Tier- und Naturschutz befassen. In diesem Bereich findet man unter anderem ein altmodisches Wohnzimmer voll mit Koffern. Beim Öffnen der Kofferdeckel entdeckt man ausgestopfte Tiere, die neben Hose und Pullover gezwängt wurden. Informationen unter dem Deckel geben mehr Hinweise auf diese eingeführten Fremdarten. Nebenan ist ein Gerichtssaal aufgestellt, in dem Lebensmitteln aufgrund ihrer umweltschädlichen Herstellung der „Prozess“ gemacht wird. In einem weiteren Raum wird der Besucher wieder zurück in eine ferne Vergangenheit versetzt – zu steinernen Zeugen einer vergangenen Zeit. Besonders fasziniert das Hologramm eines Ammoniten – einem marinen Kopffüßer und Zeitgenosse der Dinosaurier.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Dinosaurier zum Anfassen gibt es in einem weiteren Raum – als Schablonen. 48 Stück davon sind auf zwei Meter langen Wandtafeln verteilt. In diesem museumspädagogischen Raum können auch Kindergeburtstage gefeiert werden.

Das Naturkunde-Museum hat immer Mittwoch bis Sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen finden sie unter http://www.namu-ev.de.

Montags und dienstags können nach Absprache mit dem Museum Führungen veranstaltet werden. Die Anmeldung erfolgt unter der Telefonnummer 0521/51-3762 oder – 6734.

BU1: Frontansicht des Naturkundemuseums
BU2: Hier zeigt das namu eine Pampelmuse, eine Zitronatzitrone und eine Mandarine
BU3: Der Eisbär – Ursus maritimus. Die Weltnaturschutzorganisation „World Conservation Union“ stufte ihn 2006 als ernsthaft bedroht ein.
BU4: Ammoniten aus dem namu

Text: Lena Kley
Fotos: Tim Hildebrandt/Jessica Gleicher