Trinken, bis der Arzt kommt

Gütersloh. In den vergangenen Jahren landeten bundesweit immer mehr Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Im Kampf gegen das „Komasaufen“ setzt die Krankenkasse DAK-Gesundheit deshalb ihre Kampagne „bunt statt blau“ auch in Gütersloh fort. Unterstützt wird der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens ( Grüne ). Alle Schulen im Kreis Gütersloh sind bis zum 31. März zur Teilnahme eingeladen.

Jugendliche bekennen Farbe
Laut Bundesstatistik kommen jährlich rund 26.000 Kinder und Jugendliche nach dem Rauschtrinken in eine Klinik. Im Kreis Gütersloh gab es im Jahr 2011 mit 114 Betroffenen einen Rückgang um 14,9 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2003 sind es jedoch 78 Prozent mehr „Es zeichnet sich ab, dass die Zahl der Komasäufer bundesweit auf hohem Niveau bleibt“, sagt Marco Britz von der DAK-Gesundheit Gütersloh. „Daher ist eine anhaltende Aufklärung über die Gefahren des Rauschtrinkens erforderlich. Unsere Kampagne `bunt statt blau´ ist erfolgreich und anerkannt, weil dort die Jugendlichen selbst beim Thema Alkohol Farbe bekennen. Deshalb setzen wir unseren Wettbewerb jetzt im vierten Jahr fort.“

Botschaften ohne erhobenen Zeigefinger
Seit 2010 haben bundesweit 35.500 junge Künstler bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gemalt, davon auch viele Schüler aus dem Kreis Gütersloh. Die Kampagne „bunt statt blau“ wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet und wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Diese bedenkliche Entwicklung zeigt, dass die zielgruppenspezifischen und geschlechtergerechten Maßnahmen zur Alkoholprävention unvermindert fortgesetzt werden müssen“, betont Gesundheitsministerin Barbara Steffens. Sie freue sich, dass die DAK-Gesundheit mit ihrer Kampagne „bunt statt blau“ weiterhin einen wichtigen Beitrag leiste und übernehme gerne erneut die Schirmherrschaft in NRW. Ziel sei, die Jugendlichen stärken für die mit einem exzessiven Alkoholkonsum verbundenen Gesundheitsrisiken zu sensibilisieren.
Nach dem Einsendeschluss am 31. März werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, und der Band „Luxuslärm“ den Bundesgewinner. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

Bundes-Drogenbeauftragte lobt Kampagne
Der aktuelle Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ erneut als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die Aktion erhielt 2012 den Health Media Award für „hervorragende Gesundheitskommunikation“. Weitere Informationen zum Wettbewerb 2013 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak-buntstattblau.de. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.