Training im Truck

Chirurgen des Klinikum Gütersloh trainieren komplexe Eingriffe im mobilen OP-Saal 

Gütersloh . Für die Unfall- und Handchirurgen des Klinikum Gütersloh war es ein OP-Training unter ganz besonderen Bedingungen: Mit dem „Arthrex Mobile Lab“ hatte Anfang April ein Operationssaal auf Rädern auf dem Gelände des Klinikums Halt gemacht. Einen Tag lang konnten die Ärzte der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie, Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie ihre praktischen Kenntnisse bei komplexen minimal-invasiven Eingriffen an der Hand und an der Schulter vertiefen. 

Im Arthrex Mobile Lab trainierten Chirurgen an hochmodernen Operationsarbeitsplätzen mit Bildübertragungstechnik arthroskopische Eingriffe. Das Bild zeigt (v.r.): Dr. Jörg Stötzer (Leitender Oberarzt, Leiter der Sektion für Schulter- und Ellenbogenchirurgie sowie traumatologische Sportmedizin), Dr. Philipp Bula (Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie, Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie), Dr. Albrecht Krause-Bergmann (Chefarzt der Sektion für Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie), Funktionsoberarzt Mohsen Hussein und Oberarzt Siegfried Baretti von Wiegand.

Im Arthrex Mobile Lab trainierten Chirurgen an hochmodernen Operationsarbeitsplätzen mit Bildübertragungstechnik arthroskopische Eingriffe. Das Bild zeigt (v.r.): Dr. Jörg Stötzer (Leitender Oberarzt, Leiter der Sektion für Schulter- und Ellenbogenchirurgie sowie traumatologische Sportmedizin), Dr. Philipp Bula (Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie, Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie), Dr. Albrecht Krause-Bergmann (Chefarzt der Sektion für Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie), Funktionsoberarzt Mohsen Hussein und Oberarzt Siegfried Baretti von Wiegand.

Mit dem zwölf Meter langen Truck stand ein voll ausgestattetes High-Tech-Labor mit modernster Bildübertragungstechnik am Klinikum Gütersloh. Im Inneren befanden sich zwei Operationsplätze mit Instrumenten für Arthroskopien sowie großen Monitoren, auf denen die Bilder aus dem Körperinneren in vergrößerten Ansichten erschienen. „Dank der guten Ausstattung und der Nutzung von Humanpräparaten, die für diesen Zweck gespendet wurden, war ein OP-Training unter sehr realitätsnahen Bedingungen möglich“, so Dr. Philipp Bula, Chefarzt der Klinik. Der Truck tourt das gesamte Jahr durch Europa, um Chirurgen und Orthopäden die Möglichkeit zu geben, arthroskopische Eingriffe zu trainieren. „Nur ausgewählte Zentren bekommen diese organisatorisch aufwendige Möglichkeit. Wir haben uns deshalb sehr gefreut, dass der mobile OP-Saal Station in Gütersloh gemacht hat.“

Bei Arthroskopien („Gelenkspiegelungen“) wird über einen kleinen Schnitt in der Haut eine Kamera direkt in das betroffene Gelenk eingeführt, so dass das Gewebe von innen betrachtet werden kann. Parallel dazu bedienen die Ärzte mit der anderen Hand die notwendigen chirurgischen Instrumente, mit denen die krankhaften Veränderungen oder Verletzungen versorgt werden können. „Die Handhabung dieser Technik muss erlernt und regelmäßig trainiert werden, damit wir für unsere Patienten die bestmöglichen Ergebnisse erzielen können“, erläutert Dr. Bula. Denn eine Arthroskopie hat Vorteile im Vergleich zu den klassischen Gelenkoperationen, für die ein großer Schnitt und eine Gelenkeröffnung notwendig ist: Sie ist für den Patienten weniger belastend und schmerzhaft, der Heilungsverlauf in der Regel deutlich verkürzt. 

„Das mobile Labor ist eine hervorragende Möglichkeit, um die bei uns im Klinikum auf höchstem Standard durchgeführten Operationen weiter zu vertiefen und neueste Operationstechniken zu trainieren“, sagt Dr. Philipp Bula. „Wir legen Wert darauf, unseren Ärzten fortlaufend die Möglichkeit zu geben, innovative Techniken zu erlernen und neue Fähigkeiten zu vertiefen.“ Ein weiterer Vorteil des mobilen Trainings: Die Mediziner müssen den Klinikbetrieb für die Fortbildung an diesem Tag nicht verlassen. „Das gesamte Team kann sich gemeinsam weiterbilden. Zusammen mit dem Pflegepersonal können die verschiedenen Operationsschritte simuliert und trainiert werden“, so Bula. „Dass die Fort- und Weiterbildung am Klinikum Gütersloh einen hohen Stellenwert hat, zeigt sich außerdem mit den zahlreichen Veranstaltungen und der praktischen Ausbildung vor Ort.“ 

Hintergrund 

Die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie, Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie deckt das komplette Spektrum aller Erkrankungen und Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates ab. Unter dem Dach der Klinik bilden fünf Sektionen die Schwerpunkte ab: die Sektion für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, die Sektion für Schulter- und Ellenbogenchirurgie sowie traumatologische Sportmedizin, die Sektion für Fußchirurgie sowie orthopädische Sportmedizin, die Sektion für Hüft- und Knie-Endoprothetik, Hüftchirurgie und Kinderorthopädie sowie die Sektion für Plastische-, Ästhetische- und Handchirurgie. Zur Klinik gehört ein Sportmedizinisches Zentrum, in dem Spitzen- und Breitensportler aus ganz OWL betreut werden. Die Klinik ist zudem Schwerverletztenzentrum im Traumanetzwerk Ostwestfalen-Lippe sowie speziell zugelassener Behandlungspartner der Berufsgenossenschaften. Außerdem ist das Klinikum einer der wenigen Standorte in Westfalen, der rund um die Uhr ein Replantationsteam vorhält. Aktuell werden in der Klinik jedes Jahr über 3.500 Patienten aufgrund von Unfällen oder Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates stationär behandelt. 

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