Tierisches Engagement über das Hobby hinaus

Gütersloh (gpr.) Das Engagement für die Umwelt sowie der Umgang mit Kindern und Jugendlichen liegt Günter Strothotte besonders am Herzen: Der 65-Jährige setzte entscheidende Impulse bei der Einführung der Naturschule der Stadt Gütersloh im Jahr 2002. Zehn Jahre nach der Gründung zieht der Kleintierzüchter nun ein positives Fazit und hat noch viele Ideen im Hinterkopf, die er gerne im Initiativkreis umsetzen möchte.
„Mittlerweile weiß ich, welche Tiere der Hit bei den Kindern sind“, erzählt Günter Strothotte schmunzelnd. Schließlich richtet er seit der ersten Stunde der Naturschule Kurse in den Ferienspielen aus:  Zusammen mit dem Bielefelder Preisrichter für Kaninchen, Karl-Heinz Lewin, führt er die Mädchen und Jungs an die flauschigen Tiere heran. Von einer informativen Fragestunde über wichtige Pflegehinweise bis hin zum direkten Kontakt mit den Kaninchen betreut er die jungen Teilnehmer der Ferienspiele. „Die Begeisterung ist den Kindern ins Gesicht geschrieben“, freut sich Strothotte über die hohe Resonanz bei den Kursen, die Strothotte in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen von der Umweltberatung der Stadt Gütersloh, Gisela Kuhlmann und Andrea Flötotto, anbietet. „Unsere Zusammenarbeit klappt super und die Stadt Gütersloh ermöglicht der Naturschule dankenswerterweise einiges“, sagt Strothotte.Über 40 Tiere hält der Hobby-Züchter selbst in seinen Ställen im Garten. Sowohl Tiere der Rasse „Blauer Wiener“ wie auch der „Hermelin Rotauge“ stehen aktuell unter seiner Pflege. Die Leidenschaft für die Kaninchenzucht hegte er allerdings bereits lange vor der Ära der Naturschule: Schon als junger Mann von 27 Jahren trat Strothotte in den Kaninchenzuchtverein  W 377 „Einigkeit“ Gütersloh / Avenwedde ein und übernahm ehrenamtliche Tätigkeiten. Bis zur Auflösung des Vereins vor einigen Monaten fungierte er dort zwanzig Jahre als Vorsitzender.
Aktuell führt er das Amt des Vorsitzenden im Kaninchenzuchtverein der Stadt Gütersloh aus. „Leider plagen auch uns Nachwuchsprobleme“, bedauert Strothotte die schwierige Situation des Kleintierzuchtvereins und appelliert an die Gütersloher: „Wir freuen uns über jeden Nachwuchszüchter.“ Dass das Interesse an den Tieren durchaus präsent ist, bestätigen ihm die zahlreichen Nachfragen in der Naturschule: „Viele Kinder sind total euphorisch, wenn sie ein Kaninchen auf dem Arm halten und möchten es am liebsten direkt mit nach Hause nehmen“, erzählt der Tierfreund von seinen Erfahrungen.
Doch Strothotte guckt nicht nur zufrieden zurück auf das letzte Jahrzehnt der Naturschule, sondern schaut auch überaus zuversichtlich in die Zukunft. Der Rentner plädiert noch immer für einen Naturbauernhof, sodass die Naturschule an einem dauerhaften Standort ansässig wäre. „Dort könnten die Vertreter der Initiative auch themenspezifische Sachen ausstellen oder Schulführungen anbieten“, träumt Strothotte von einer festen Bleibe für die Naturschule.
Foto: Ein wahrer Tierfreund: Günter Strothotte freut sich zusammen mit seinen Kaninchen schon auf die nächsten Ferienspielkurse mit vielen jungen Tierfreunden.