Tatjana Wanner trifft den Ton

WAnner3Gütersloh (gpr). Ihr Geschäft sind Worte. Mit denen spielt sie, lässt sie in Sätzen zur Geltung kommen oder bringt sie schlicht in eine gute Satzordnung. Mit ihrem Text- und Kommunikationsservice ist Tatjana Wanner seit 18 Jahren selbständig. Die Fachfrau, die in Köln Französisch, Deutsch und Kunstgeschichte studiert hat und früher einmal Lektorin werden wollte, ist Ansprechpartnerin für kleine und mittelständische Unternehmen, Verlage, Stiftungen und Stadtverwaltungen. Ihr vertraut man große und kleinere Projekte an, wenn es darum geht, die Dinge aus einem Guss zu gestalten.

„Es gibt ständig Herausforderungen. Und gerade die neuen Themen sind spannend“, sagt Tatjana Wanner. Die Aufträge laden oft dazu ein, in völlig neue Welten einzutauchen, wie zum Beispiel bei dem aufwändig gestalteten Jubiläumsbuch zum 150jährigen Bestehen des Unternehmens Gundlach. Oder die Zusammenarbeit mit anderen Autorinnen bei einem Projekt für die Firma Nobilia und die Reise in die Geschichte beim Jubiläumsbuch ein „Vierteljahrhundert Oerlinghausen.“

Den richtigen Schliff erhalten die Aufträge in dem kleinen Büro in der Berliner Straße 3. Projekte koordinieren, Manuskripte schleifen, redigieren und eine Bildauswahl treffen: „Man kann keine Wunder bewirken“, sagt Wanner, und es gehe auch nicht darum, sich künstlerisch zu verwirklichen. Indes hat sie längst ein feines Gespür dafür entwickelt, wie die Zusammenarbeit gelingt. Die Worte zu finden und den Ton zu treffen, das überzeugt letztlich den Kunden.

Wanner5Rausgehen, umschauen, Ohren auf: Wer Kontakte hat, dem fliegen die Aufträge zu. „Oft sind das Zufälle“, sagt Wanner. Fünf Jahre hat sie als Vorsitzende von Gtogether das Netzwerk für kleine Unternehmen im Kreis Gütersloh gefördert und lobt das offene Klima unter den Mitgliedern. „Viele sind durch dieses Netzwerk stärker geworden“, sagt Wanner. Auch ihr haben die Kontakte geholfen.

 Als selbständiger Textprofi muss man ständig im Blick behalten, „was das Wort wert ist“. Tatjana Wanner, der die Arbeit in Netzwerken immer wichtig war, hat von einer Kollegin einen guten Rat angenommen, den sie bis heute beherzigt. „Bevor du einen schlecht bezahlten Auftrag annimmst, setze dich besser mit einer Tasse Capuccino auf den Balkon und denke darüber nach, wie du einen besseren Auftrag bekommen kannst.“ Das funktioniert nicht immer, diese Überlegung ist aber immer wieder hilfreich.

BU1 u. 2: Für Tatjana Wanner hängt der Bürohimmel voller Buchstaben: Texte sind ihr Geschäft.
Fotos: Stadt Gütersloh