Tabulose Kunst in der Gütersloher City

In lebensnaher Größe zeigt das Veerhoffhaus Holzskulpturen von Markus Keuler. Foto: Stadt Gütersloh

In lebensnaher Größe zeigt das Veerhoffhaus Holzskulpturen von Markus Keuler. Foto: Stadt Gütersloh

Gütersloh (gpr). Klangobjekte, Götterdämmerung, Helden der Kindheit, Rythm & Blues oder auch die Musik der Stille: Unter dem Motto „In aller Freiheit“ präsentiert sich die Langenachtderkunst am Samstag, 18. Mai, von 19 bis 24 Uhr in vielen Facetten. 

In der Gütersloher City locken 20 Kulturstationen mit einem besonderen Programm, mit dem sie die Besucher begeistern und zur Kunst verführen wollen. Und zwar mit allen Sinnen. Mit den Augen zum Beispiel in der Ausstellung „Helden der Kindheit“, mit Porträts der gern gehabten, kaputtgeliebten und viel genutzten früheren Spielkameraden, die im Artvertise Fotostudio zu sehen sind. Ein Sinnesrausch für die Ohren verspricht die Apostelkirche mit ihrer Musik unter dem Titel „Musik der Stille“, die durch den Flötisten Dieter Weische und den Klangkünstler Rainer Sträßer erzeugt wird. Allein oder gemeinsam: Jeder kann sich sein persönliches Kunsterlebnis verschaffen. So soll auf dem Dreiecksplatz ein  gemeinsames Bild von Gütersloh entstehen. Die Kunsthistorikern und Trainerin Sarah Makowski lädt zum Mitmachen ein.

Ob mitgebrachte Kunstwerke in Collagen in der Mediothek, die spontane Malaktion am Dreiecksplatz, ein Fotoshooting zum Kennenlernen am Alten Kirchplatz, ein Einstimmen in der Feldstraße oder ein gut geprobtes Vorsingen in der Kirchstraße – die Gäste und Besucher dieses Kulturspektakels  beteiligen sich zunehmend. Ein Trend, der allen Veranstaltern und den Besuchern Freude macht.

Die Kultur-Stationen erfinden sich jedes Jahr aufs Neue. So gilt die Langenachtderkunst für Gäste aus nah und fern als besonderes Stadt-Erlebnis, als Parcours des Hörens und Sehens und als Ort des Gesprächs. Einer der Höhepunkte im Kulturleben der Kreisstadt. Schon zum 14. Mal bezaubert die Langenachtderkunst und ist in diesem Jahr dank der Förderung der Bürgerstiftung Gütersloh möglich. Schon nach dem Auftakt im Jahr 2000 stand der Erfolg fest: Originelle Ideen und Präsentationen sorgten für volle Galerien. Der Besucherrekord bestätigte die Gemeinschaftsproduktion der Kulturveranstalter in Gütersloh und die Projektleitung vom Fachbereich Kultur und Sport, die jedes Jahr aufs Neue Akzente setzen.

Magische Momente gibt es bereits zur Eröffnung der Langenachtderkunst um 18.30 Uhr auf dem Vorplatz der Martin-Luther-Kirche, wenn das Ensemble Tanz OWL zwei Choreografien zur Vielfalt der künstlerischen Freiheiten zeigt. Die Tanzstudenten der DansArt Academy Bielefeld bringen den Platz zur Musik von Steve Reich zum Beben. Ein guter Einstieg in eine Kulturnacht voller Überraschungen.