Systeme mit Argumenten füttern

Konferenz  zum Thema Entscheidungsfindung an der Universität Bielefeld
Bielefeld. Von Montag bis Mittwoch (23. bis 25.04.2018) treffen sich 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 18 Universitäten zur Auftaktveranstaltung des Projekts „Robust Argumentation Machines“ (RATIO) an der Universität Bielefeld. RATIO ist ein Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), in dem die Forschenden neue Verfahren zur computergestützten Entscheidungsfindung entwickeln. Koordinator ist Professor Dr. Philipp Cimiano vom Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld.
„Der Weg zur besten Entscheidung führt über erfolgreiches Argumentieren. Unser Ziel ist es, die argumentativen Strukturen hinter Entscheidungsprozessen sichtbar zu machen“, sagt Professor Dr. Philipp Cimiano vom Exzellenzcluster CITEC der Universität Bielefeld. „Hierfür entwickeln wir in RATIO neue Methoden, mit denen wir die Argumente und ihre Zusammenhänge aus Dokumenten extrahieren und diese dann darstellen und analysieren können.“ In einem Teilprojekt des Schwerpunktprogramms arbeiten die Forschenden beispielsweise an einer einheitlichen technischen Plattform für logisches Argumentieren. In einem anderen untersuchen sie Argumentationsstrukturen mit Methoden des maschinellen Lernens.
Die Auftaktkonferenz des Schwerpunktprogramms findet vom 23. bis zum 25. April im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt. Bei der Konferenz werden die insgesamt 13 RATIO Projekte vorgestellt. Eingerahmt werden die Projektvorstellungen von zwei Vorträgen von Dr. Serena Villata (Centre national de la recherche scientifique, Frankreich) und Professor Dr. Chris Reed (University of Dundee, Schottland). Eine Podiumsdiskussion rundet das Programm ab. Die Vorträge der Konferenz sind öffentlich. RATIO wird als Schwerpunktprogramm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bis 2023 gefördert. Die Universität Bielefeld leitet das Programm. Beteiligt sind die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Leipzig und die Bauhaus-Universität Weimar. Besonderes Kennzeichen eines Schwerpunktprogramms ist die überregionale Kooperation der teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.