Studenten mit MENZEL-Preis ausgezeichnet

v.l.: Präsidentin Professorin Dr. Beate Rennen-Allhoff, Dekan Professor Dr. Lothar Budde, die Preisträger Philipp Dill und Florian Bauer, Professor Dr. Roland Schmiedl, Dipl.-Ing. Frank Kuckelsberg (Vorstandsvorsitzender GFFe e.V.).

Bielefeld (fhb). Ein letztes Mal im Audimax sitzen, und, wohl anders als früher, völlig entspannt den Professoren zuhören: 151 Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld nahmen am 30. November im Kreise von rund 400 Gästen offiziell Abschied von ihrer Hochschule. Sekt durfte nicht fehlen, ebenso wenig wie atmosphärisch dichte Musik und die von Dekan Prof. Dr. Lothar Budde ausgesprochenen „besten Wünsche für einen erfolgreichen Start in den Beruf“. Ein Absolvent freute sich ganz besonders: Florian Bauer (24), der im Bachelor-Studiengang ‚Regenerative Energien‘ mit der Note 1,3 abschloss und dafür, als Bester des Absolventenjahrgangs, mit dem Preis der MENZEL-Stiftung (Bielefeld) ausgezeichnet wurde. Preisgeld: 1.300 Euro.

Zudem verlieh die Stiftung einen in gleicher Höhe dotierten Preis für den Jahrgangsbesten im Grundstudium. Philipp Dill (22) heißt er, gebürtig aus Papenburg, und er ist ebenfalls im Studiengang
‚Regenerative Energien‘ eingeschrieben. Dem Thema „Windenergie“ gilt sein großes Interesse.

Absolvent Bauer zog es aus dem thüringischen Friedrichsrode nach Bielefeld. Mit der Auszeichnung „kreativster Abiturient“ hatte er sein Gymnasium verlassen, war dann beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ als Zweitplatzierter aufgefallen, hielt sich längere Zeit in den USA auf, um schließlich zügig am Teutoburger Wald zu studieren. Vom Studienfonds OWL erhielt er wegen exzellenter Leistungen ein Stipendium. Sogar der südamerikanische Regenwald wurde für Bauer zum Studienort: bei einem Indio-Volk in Ecuador schrieb er eine Studienarbeit über deren Solar-Energiesystem und gab Tipps für eine bessere Nutzung der Photovoltaik-Anlage. Bauer hat zudem während seines Studiums eine kostengünstige Alternative zur Wärmebildkamera entwickelt, mit der schlecht isolierte Gebäudebereiche aufgespürt werden können. Die Bauteile für seine Infrarot-Thermometer-Konstruktion sollen lediglich 100 Euro kosten.

Der MENZEL-Preis wurde zum dritten Mal in Kooperation mit der Gesellschaft der Förderer, Freunde und Ehemaligen der Ingenieurausbildung der Fachhochschule Bielefeld e.V (GFFE e. V.) verliehen. Die MENZEL-Stiftung verfolgt unter anderem das Ziel, den technischen Nachwuchs in OWL zu fördern. Sie honoriert „sehr gute Leistungen der Studierenden und möchte zu einem konzentrierten, intensiven und zügigen Studium motivieren“, heißt es im Ausschreibungstext. Berücksichtigt werden die Absolventen aus den Studiengängen Maschinenbau, Produktions- und Kunststofftechnik, Produktentwicklung und Mechatronik, Elektrotechnik, Informationstechnik und Regenerative Energien.

Knapp 3.000 Studierende sind zurzeit in den 15 Studiengängen des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik eingeschrieben.

Foto: Fachhochschule Bielefeld