Streetsoccer-Liga

Gütersloh. Am Donnerstag, 11. April, ist es soweit. Die Streetsoccer-Liga der mobilen Jugendarbeit geht in die 13. Saison. Zum Auftakt gibt es zwei Spiele auf dem Soccer-Platz im LAZ Ost. Der Hauptspieltag ist aber der Freitag. Dann wird auch auf dem Schulhof der Paul Gerhardt-Schule und auf dem Soccerfeld der Kita Hulahoop an der Rhedaer Straße gespielt. Zur Streetsoccer-Liga gehören insgesamt 42 Teams, die in sechs Staffeln um Tore, Punkte und die Meisterschaft kämpfen. Vier Staffeln sind für Jugendliche, eine nur für Mädchen und eine weitere für Kinder vorgesehen. „Eine Altersbeschränkung gibt es dabei nicht. Auch die Zielgruppe ist bewusst nicht eingegrenzt und so sind die cirka 300 Spielerinnen und Spieler ein Spiegelbild der Jugend unserer Stadt“, sagt Gerd Ebbing von der Stadt Gütersloh.

Ein Streetsoccer-Spiel dauert zwei mal 15 Minuten und ein Team besteht aus drei Spielerinnen und Spielern, wobei mindestens genauso viele Wechselspieler notwendig sind.
Streetsoccer ist ein Sportangebot, sieht sich aber keinesfalls als Konkurrenz zum organisierten Vereinssport. „Im Vordergrund stehen die sozialpädagogischen Absichten. Es geht um Integration, in dem Kinder und Jugendlichen unterschiedlicher sozialer, kultureller, religiöser und nationaler Herkunft gemeinsam ihre Freizeit verbringen“, so Gerd Ebbing. Darüber hinaus gehe es um Beteiligung.

Die Regeln und der Modus beim Streetsoccer werden von den Spielern und Spielerinnen in einem demokratischen Verfahren festgelegt. Dazu tagt dreimal im Jahr im Ratssaal die Ligaversammlung. Jedes Team, egal in welcher Liga es antritt, darf einen Delegierten mit Stimmrecht und einen weiteren mit Rederecht schicken. Alle anderen sind zum Zuhören willkommen. Bei diesen Versammlungen, die von einem Mitarbeiter der mobilen Jugendarbeit moderiert werden, kommen alle Fragen rund um die Streetsoccer-Liga zur Sprache und gemeinsam wird nach Antworten und Lösungen gesucht. Am Ende wird abgestimmt und die Entscheidungen sind sowohl für die Spieler als auch die Mitarbeiter bindend. Thematisch geht es dabei um Fragen des Schuhwerks, um „shoot out“ oder „golden goal“, um die Fairplaywertung oder um die Möglichkeit, das Team während der Saison wechseln zu dürfen. Die Jugendlichen lernen dabei, ihre Interessen zu artikulieren, zu vertreten und mit den Interessen anderer zu verhandeln.

Ein weiteres sozialpädagogisches Ziel ist die Gewaltvorbeugung. Aggressionen und Kampf gehören beim Streetsoccer dazu. Allerdings nur in der Arena und nur im Rahmen der Regeln. So lernen die Jugendlichen, ihre Emotionen angemessen und sozial verträglich auszuleben. Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter des Streetsoccerteams an einem mehrtägigen Deeskalationstraining teilgenommen und sind so auch für heikle Situationen gewappnet.

Zu Beginn des Streetsoccer-Jahres gab es in den Sporthallen der Berufskollegs an der Wiesenstraße ein großes Hallenturnier um den Ligapokal. An diesem Turnier nahmen am Samstag vor Ostern insgesamt 35 Teams teil und am Ende gewann die Mannschaft Sundernspor im Endspiel gegen die Superkicker 2011.
Organisiert wird Streetsoccer von der mobilen Jugendarbeit im Fachbereich Jugend und Bildung der Stadt. Die Kosten werden unter anderem durch einen Zuschuss der Sparda-Bank-Stiftung Hannover getragen. Informationen zu Streetsoccer gibt es im Rathaus bei Gerd Ebbing unter der Telefonnummer 05241-82 3393 und im Internet http://www.streetsoccer-liga.de/index.php

Bild: Stadt Gütersloh