Stadtwerke machen gemeinsam Wind

Bielefeld. Die Energiewende erfordert insbesondere von kommunalen Energieversorgern ein hohes Maß an Engagement, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. In vielen Städten und Gemeinden der Region werden zurzeit die möglichen Standorte für Windanlagen ermittelt.

Die Stadtwerke Ahlen, Bielefeld, Gütersloh und Herford planen nun, gemeinsam eine Gesellschaft zur Entwicklung von Windenergieprojekten zu gründen, um so die Energiewende in der Region voranzutreiben.

Die Windenergie Westfalen-Lippe GmbH (WWL) soll das Know-how der Gründungspartner bündeln und Projekte für die Gesellschafter, die Kommunen und gegebenenfalls Dritte entwickeln. Die Aufgaben der WWL reichen von der Standortsuche über die Genehmigungsplanung bis zur schlüsselfertigen Übergabe von Windparks an die Auftraggeber.

Die WWL sieht sich als erste Ansprechpartnerin nicht nur bei der Entwicklung und Umsetzung von Vorhaben, sondern auch als Motor für die Bürgerbeteiligung an Projekten. Durch die Einbindung der Akteure vor Ort ist gewährleistet, dass ein Großteil der Wertschöpfung in der Region verbleibt.

Das Ziel der WWL ist eine langfristige Zusammenarbeit mit den Projektpartnern. Als kommunales Unternehmen bietet sie dabei eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, eine Vertragssicherheit auch bei langen Vertragslaufzeiten und die Gewährleistung, dass wirtschaftliche Projekte vor Ort auch umgesetzt werden.

Als Netzdienstleister, Energieerzeuger und Energiedienst-leister können die Stadtwerke ihr Know-how in die erfolg-reiche Umsetzung von Projekten in der Region einbringen.

Zurzeit befassen sich die politischen Entscheidungsgremien der Stadtwerke mit der Gesellschaftsgründung, so dass sich der Termin für die juristische Gründung der WWL nach deren Zustimmung im Laufe dieses Jahres realisieren lässt.

Die WWL ist für die Beteiligung weiterer Stadtwerke aus der Region Westfalen-Lippe offen. Gespräche werden u.a. mit den Stadtwerken Detmold geführt, die bereits das Kooperationsmodell mitgestaltet haben. Auch mit den Städte- und Gemeindewerken im Kreis Gütersloh wird intensiv diskutiert.  Als kommunale Energiedienstleister haben bereits jetzt die TWO in Halle, die Gemeindewerke Steinhagen, die SGV in Versmold, die Stadtwerke Harsewinkel und die EWG in Werther ihre Bereitschaft zur Beteiligung an der WWL signalisiert. Auch hier müssen die kommunalen Entscheidungsgremien noch zustimmen. Ein Beitritt zur WWL wäre dann in der ersten Jahreshälfte 2013 möglich.

Die Stadtwerke Ahlen, Bielefeld, Gütersloh und Herford haben sich darauf verständigt, dass die WWL ihren Sitz in Bielefeld hat. Sie soll sich auch an anderen Gesellschaften im Bereich Windenenergie beteiligen oder Tochtergesell-schaften gründen dürfen.

Mit ihrem rein kommunalen Hintergrund wird die WWL ein kompetenter und vor allem zuverlässiger Partner sein, insbesondere für die Flächeneigentümer. Die vorhandene Bindung an Kunden und die Bürgerinnen und Bürger über die Stadtwerke in den Städten und Gemeinden verspricht ein hohes Maß an Transparenz und bedeutet, dass die Entscheidungen vor Ort getroffen werden.

Die WWL ist zwar noch nicht formal gegründet, alle Vorarbeiten für den Start der operativen Tätigkeit sind aber bereits getroffen. Ansprechpartner für Interessierte sind die Stadtwerke vor Ort:

Stadtwerke Ahlen                             Hans Jürgen Tröger

(für Projekte im Kreis                      Tel. 02382/788212

Warendorf)

Stadtwerke Bielefeld                       Dr. Lars-Holger Sobeck

Tel. 0521/51-4271

Stadtwerke Gütersloh                    Uwe Pöppelmann

(für Projekte im Kreis                     Tel. 05241/822539

Gütersloh)

Stadtwerke Herford                        Marc Schmidt

(für Projekte im Kreis                    Tel.05221/922336

Herford)

Foto 1: Stadtwerke Bielefeld
Foto 2: Jürgen Riedel