Stadtwerke Ahlen, Bielefeld und Gütersloh arbeiten bei erneuerbaren Energien enger zusammen

Bielefeld. Künftig bauen die drei regionalen Energieversorger ihre Zusammenarbeit bei diesen Themen noch stärker aus. Ein regelmäßiger Informations- und Wissensaustausch zum Thema erneuerbare Energien findet zwischen den drei Stadtwerken bereits seit längerem statt. Nun wollen alle drei noch stärker bei den erneuerbaren Energien zusammenarbeiten. Einen ersten Aufschlag hierfür bildet die Beteiligung der Stadtwerke Ahlen und Gütersloh am Windpark „Schwaförden II“ im Kreis Diepholz. „Wir wollen damit deutlich einen Grundstein zur Stärkung einer gemeinsamen Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien legen“, sagen die Bielefelder Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Brinkmann und Friedhelm Rieke.

Am 01. Juli 2011 haben die Stadtwerke Bielefeld von der „WestWind energy“ fünf Windkraft-Anlagen zum Preis von 15,1 Mio. Euro erworben. Für die Stadtwerke Bielefeld lag es nahe, den Partnern Anteile an den Anlagen mit insgesamt 10 MW anzubieten. Die Stadtwerke Gütersloh investieren rund drei Millionen Euro in zwei MW Leistung des Windparks, der 100 Kilometer von Bielefeld entfernt liegt. Die Stadtwerke Ahlen haben sich  für ein MW Leistung mit einer Investitionssumme von gut 1,5 Millionen Euro entschieden. Die Aufsichtsräte der Stadtwerke Ahlen und Gütersloh haben im Dezember 2011 grünes Licht für eine Beteiligung an Schwaförden II gegeben.
Synergien nutzen
Durch die Beteiligung am Windpark „Schwaförden II“ haben die Stadtwerke Gütersloh jetzt auch Windkraft in ihrem Portfolio. Ralf Libuda, Geschäftsführer der Stadtwerke Gütersloh ist sich sicher, dass die Entscheidung zwei MW Leistung zu übernehmen die richtige sei, weil die Stadtwerke Gütersloh so auch den Ausbau des Klimaschutzkonzeptes ProKlima GT 2020 vorantreiben können. „Ich freue mich auf weitere interessante Projekte bei den erneuerbaren Energien“, sagt Libuda.
„Auch wir, die Stadtwerke Ahlen, sind an Synergien bei den Erneuerbaren interessiert“, sagt Geschäftsführer Hans Jürgen Tröger. Mit der Beteiligung an „Schwaförden II“ bringen die Stadtwerke Ahlen den Ausbau eigener  Energien voran. „In Ahlen haben wir ähnlich wie die Stadtwerke Bielefeld im vergangenen Jahr den Ahlener Stromsparbrief Klima aufgelegt, um unsere Stromkunden direkt an erneuerbaren Energie-Erzeugungsanlagen zu beteiligen“, sagt Geschäftsführerin Elke Pfeifenschneider. „Ein wunderbarer Synergie-Effekt. Das Rad musste an dieser Stelle kein weiteres Mal erfunden werden“, ergänzt Tröger.
„Im Projekt Schwaförden II waren wir Vorreiter beim Prüfen und Bewerten eines Windkraft-Projektes mit anschließendem Kauf der fünf Windkraft-Anlagen“, sagt Brinkmann. In den kommenden Jahren wollen alle drei Unternehmen den von ihren Städten gesetzten Klimaschutzzielen deutlich näher kommen. Dazu werden Bewertungen weiterer Windkraftstandorte und -anlagen, Prüfungen von Investitionen für Anlagen – ob z. B. Wind, Sonne, Wasser – notwendig. „Hier müssen nicht immer alle Unternehmen aktiv sein. Mit unserem gemeinsamen Wissen können wir uns gegenseitig unterstützen“, sagt Rieke.
In Ahlen, Bielefeld und Gütersloh prüfen die Stadtverwaltungen gerade Windkraftstandorte. Durch die Bündelung des gemeinsamen Know-hows werden die drei westfälischen Stadtwerke regionale Windprojekte zusammen vorantreiben.
Bildunterschrift zu prEE26_Foto.jpg:
Arbeiten bei den erneuerbaren Energien noch enger zusammen (v. l.): Elke Pfeifenschneider (Stadtwerke Ahlen),  Friedhelm Rieke  (Stadtwerke Bielefeld), Ralf Libuda (Stadtwerke Gütersloh), Hans Jürgen Tröger (Stadtwerke Ahlen) und Wolfgang Brinkmann (Stadtwerke Bielefeld)
Daten zum Windpark Schwaförden II mit fünf baugleichen
Anlagen
  • Typ: Enercon E70 E4
  • Nabenhöhe: 114 m
  • Rotordurchmesser: 70 m
  • Überstrichene Fläche: 3.959 m²
  • Nennleistung/Anlage: 2.000 kW
  • Jahresstrommenge/Anlage: 4.640 MW/a
  • Jahresstrommenge/Park: 23.200.MW/a
  • CO2-Vermeidung: 16.500 t/a
  • Standort:   Schwaförden | Landkreis Diepholz
  • Inbetriebnahme: 12/2005
  • Geplanter Betrieb bis 12/2030