Sonderausstellung „Eine Ader pulsenden Lebens…“ 100 Jahre Wasserstraßenkreuz

Pressefoto-Mindener-MuseumMinden. Am kommenden Sonntag, 15. März, findet um 14 Uhr im Mindener Museum eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Eine Ader pulsenden Lebens…“ 100 Jahre Wasserstraßenkreuz statt. Die Idee des Mittellandkanals wurde 1856 geboren, als in Dortmund ein Kanal-Komitee den Bau eines Kanals vom Rhein zu Weser und Elbe mit Hafen in der westfälischen Metropole forderte. Aber es dauerte mehr als ein halbes Jahrhundert bis die visionäre Idee auch tatsächlich verwirklicht war. Bis 1908 war die konkrete Streckenführung im Mindener Stadtgebiet noch offen. Magistrat und Handelskammer befürworteten eine südliche Trasse in Stadtnähe. Die Kanalbaudirektion dagegen einen Nordabstieg und setzte sich mit diesem Vorschlag letztlich durch. Stadt und Kanalverwaltung schlossen ein Jahr später einen Vertrag, der den Bau zusätzlicher Häfen und eines Südabstieges unter Kostenbeteiligung von Kommune und Wirtschaft vorsah. Nach fast siebenjähriger Bauzeit fand am 16. Februar 1915 die erste offizielle Schleusung in der Mindener Schachtschleuse statt. Damit waren Rhein und Weser erstmals durch eine künstliche Wasserstraße verbunden. Doch der Weiterbau des Kanals bis zur Elbe dauerte noch einmal mehr als drei Jahrzehnte! In der gut 45minütigen Entdeckungstour wird die Geschichte dieses „Jahrhundertprojekts“ am Beispiel ausgewählter historischer Fotos und Pläne vorgestellt. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 5,- € inkl. Führungsgebühr. Die Kabinettausstellung ist noch bis zum 19. April im Mindener Museums zu sehen.

Mindener Museum, Di.-So. 12-18 Uhr; Sonderöffnungszeiten für Gruppen.

Weitere Infos unter www.mindenermuseum.de oder 0571 / 9724020 oder museum@minden.de.

Foto: © Mindener Museum

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Foto 1 – Bau der Kanaltrasse, um 1912