Sonderausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit 1945 bis 1955“

Kinder suchen in den Trümmern Wiesbadens nach Kohle, Winter 1945/1946. Foto: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Paderborn

Kreis Paderborn (krpb). Angst, Hunger, Unterernährung und Kälte: Kindheit im Nachkriegsdeutschland bedeutete Elend und Entbehrung. Die Sicherung des Überlebens bestimmte den Alltag. Bislang unveröffentlichte Fotografien amerikanischer Beobachter aus den Jahren 1945-1955 dokumentieren die bewegte Zeit vom Kriegsende über die Luftbrücke bis zum Wirtschaftswunder. Die Fotoausstellung zeigt die Themen Zerstörung, Angst, Hunger und Kälte, CARE-Pakete, Marshall Plan, Candy Bomber, Berliner Blockade und Luftbrücke, den Start in die Demokratie aus der kindlichen Perspektive der heutigen Eltern und Großeltern. Das Kreismuseum Wewelsburg zeigt diese Bilder erstmals in einer Sonderausstellung unter dem Titel „Kindheit in der Nachkriegszeit 1945 – 1955“. Der Historiker Dr. John Provan stellte die zum Teil sehr emotionalen Fotografien so zusammen, dass sich die Geschichte der Nachkriegszeit chronologisch nachvollziehen lässt.

Auch in Wewelsburg litten besonders die Kinder unter den Folgen des Krieges. Am 2. April 1945 marschierten amerikanische Truppen in Wewelsburg ein und befreiten die KZ-Häftlinge. Kurz zuvor hatte die SS die Wewelsburg gesprengt und das Dorf verlassen. Ab 1946 strömten Vertriebene und Flüchtlingsfamilien ins Dorf und suchten Unterkunft. Wie erlebten insbesondere die Kinder jene Zeit? Zusätzliche Fotos und Objekte aus dem Magazin des Kreismuseum dokumentieren die Verhältnisse in Wewelsburg aus der Sicht der Kinder.