Schnitzen am Lagerfeuer

Gütersloh (gpr). Fünf Tage Natur pur – das erlebten nun 18 Kinder der Bildungsferien der Volkshochschule Gütersloh. Beim „Wildniscamp“ schnitzten sie Gegenstände aus Holz, saßen gemeinsam am Lagerfeuer und bastelten Traumfänger aus Weidenästen und selbst gesammelten Federn. „Es macht viel mehr Spaß, sich selbst einen Traumfänger zu basteln, als einfach einen zu kaufen“, zog ein Kursteilnehmer Bilanz. Das Wildniscamp im Rahmen der „Erlebniswochen – Ferien.Bilden.Schüler“ wurde von der Familie-Osthushenrich-Stiftung unterstützt.

Junge Wildniscamper: Insgesamt 18 Kinder verbrachten fünf Tage im Rahmen der Bildungsferien in der freien Natur.

„Soll ich noch Holz holen?“, fragte Teilnehmer Niklas Kursleiter Manuel Wild. Selbständig und verantwortungsvoll kümmerten sich die neun Mädchen und neun Jungen um ihr Lager auf der Wiese am Biolandhof Mertens-Wiesbrock. Von gemütlichen Gesprächsrunden am Lagerfeuer über einen ausführlichen Spaziergang zum nahegelegenen Bach bis hin zum Umgang mit Messer und Feuer verbrachten die Sechs- bis Neunjährigen ihre letzte Ferienwoche tagsüber in der freien Natur.

„Am ersten Tag haben wir Muster in eine Rinde geschnitzt, damit die Kinder den Umgang mit den Werkzeugen lernen“, erzählte der Natur- und Wildnispädagoge Manuel Wild. Nachdem sie sich zuerst am relativ weichen Weidenholz probiert hatten, wagten sich die jungen Wildniscamper an trockenes Fichtenholz. Das Resultat: Ein Löffel, den die Kinder weiterhin im Alltag benutzen können. Und zu einem Löffel braucht man auch eine passende Schale: Im Nu brannten die Mädchen und Jungen mit einem glühenden Stück Kohle aus dem Lagerfeuer ein Loch in das Holzstück, sodass daraus ein schalenförmiger Gegenstand entstand. „Wir versuchen hauptsächlich nützliche Dinge zu basteln, die man auch im Alltag verwenden kann“, fügte Manuel Wild hinzu, der die Kinder zusammen mit Keely Rogers betreute.

Foto: Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Stadt Gütersloh