Samstagsderby Arminia-Preußen

Bielefeld. Spannendes Derby mit (fast) allem was „Fan“ sich wünschen kann: Knappe Schüsse an Pfosten und Latte, ein Platzverweis, ein grandioses Tor, ein verwandelter Elfer und ein vergebener – Spannung pur doch der Sieg fehlte!

In den ersten 20 Minuten machte Münster den Arminen viel Druck, hatte aber keine Chance die grandios stehende DSC-Abwehr ins Wanken zu bringen oder gar zu durchbrechen. Den Kontern des DSC fehlte es anfangs aber an Durchsetzungskraft; So ging Hilles guter Kopfball in der 15. Minuten nur direkt auf Mausch. Den ersten Treffer des Spiel verwandelte die Arminia in der 20. Minute nach Vorlage von Jerat, der flach aus dem 16er reinpasste. Im ersten Versuch schoss Hille noch Mausch an, konnte aber nachsetzen und verwandelte so verdient zum 1:0.

Hille zum 1:0

 

ausschnitt

 

 

 

 

Nach dem Treffer wirkte Preußen zunächst geschockt und musste zurück zum anfangs guten Spielfluss finden. So übernahmen die Hausherren das Kommando auf der Alm. Die einzige wirklich gefährliche Chance der Preußen in der ersten Halbzeit ergab sich in der 35. Minute, jedoch traf Kara das Leder nicht richtig und Platins konnte souverän und locker weg halten.

Gegen Ende der Halbzeit kochten dann auch bei den Spielern langsam die Emotionen in diesem spannenden Derby auf, Zweikämpfe wurden ruppiger geführt und der Spielfluss litt ein wenig. Trotzdem konnte der DSC mit einer Doppelchance noch einmal seine Stärke zeigen: Selgas Schuss wurde zunächst von einem Preußen abgefälscht – Latte! Hille setzte wieder nach – Pfosten!

Mit diesen spannenden Bildern endete die erste Halbzeit.

In die zweite Halbzeit starteten beide Mannschaften stark und erfrischt. Platins stellte zum zweiten Mal in diesem Spiel sein Können unter Beweis und verteidigte souverän die Führung. Die Hausherren nutzen durch die unterdessen sehr offensiven Preußen entstehende Freiräume grandios aus.

In der 73. dann die negative Überraschung: Rahn brachte im 16er einen Kontrahenten zu Fall. Der Schiri entschied umgehend auf Elfmeter und verwies Rahn (gelb vorbelastet) mit gelb-rot des Platzes. Bischoff verwandelte den Strafstoss sicher zum 1:1 Ausgleich.

Somit kam es zu einer außerordentlich spannenden Schlussphase. Preußen versuchte mit gestärktem Selbstbewusstsein auf den Siegtreffer zu drücken; Wohingegen der DSC zeigte, dass man auch in Unterzahl offensiv auf Sieg spielen kann und verteidigte überlegen das Unentschieden.

Gerade in der Nachspielzeit angekommen, die große Chance für Arminia:

Ein DSC Freistoß landet in der Mauer, am Arm (an der Hand) eines Preußen. Es wird zum Elfmeter für die Arminia gepfiffen. Da die beiden Stammspieler für Elfer, Hübner und Klos, nicht auf dem Platz sind schießt der frisch eingewechselte Müller; Der sich laut Trainer Krämer sicher und fit fühlte. Vor 26.026 Zuschauern und der vor Begeisterung bebenden Alm hält Müller den Schlüssel zum Sieg in der Hand – Und scheitert an Mausch, der hält.

Nach dem Spiel lobte Preußen-Trainer Dotchev die starke und gefährliche Arminia; Vor allem stellte er die Flanken und hohen Bälle heraus. Auch taktische Fehler bei seiner Elf räumte er ein.

Stefan Krämer war mit dem Spiel insgesamt betrachtet zunächst zufrieden. Im fehlte das mit Doppelchance nicht geschaffte 2:0 kurz vor der Halbzeit, welches für das Selbstbewusstsein der Mannschaft sicherlich überragend gewesen wäre.

Zum Ende wäre ein Unentschieden laut Krämer für beide Mannschaften verdient gewesen, doch durch den verschossenen Elfmeter sei es eine gefühlte Niederlage.

Das stets offensive Spiel auf Sieg, auch in Unterzahl, ist klare Arminia-Strategie – Mit Stefan Krämer wird auf Sieg gespielt!

Alle Bilder in unserer Galerie: Bildergalerie Derby vom 09.03.2013

Text und Bilder: BS