Rosskastanien in Detmold von Rindenkrankheit befallen

Foto: Stadt Detmold

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Detmold. Am Freitag, dem 12. Juli, lädt das Grüne Team der Stadt Detmold um 17 Uhr die interessierte Öffentlichkeit nach Hiddesen ein. Dort ergibt sich für die Mitarbeiter die Notwendigkeit der Fällung einer geschädigten Rosskastanie an der Friedrich-Ebert-Straße, einem Straßenbaum auf Höhe der Seniorenwohnanlage „Augustinum“. Grund der Fällung ist die fortgeschrittene Rindenkrankheit „Pseudomonas“.

Das Grüne Team möchte diese Gelegenheit nutzen, um Informationen und Erläuterungen zur städtischen Baumpflege zu geben. „Uns liegen die städtischen Bäume am Herzen,“ so Teamleiter Rainer Heidenreich. „Wir werden immer wieder kritisch gefragt, wann und warum Bäume gefällt werden müssen. Am Beispiel der Rosskastanie können wir viele Fragen beantworten und die städtische Baumpflege näher erläutern.“

An der betroffenen Rosskastanie wurden komplexe Rindenkrebse an Stamm und Stammfuss festgestellt. Bei zunehmender Holzversprödung steigt die Möglichkeit eines Totalversagens des Baumes. Eine Ersatzpflanzung erfolgt im Spätherbst an geeigneter Stelle.

Die „Pseudomonas-Rindenkrankheit“ ist in den letzten Jahren in Europa immer häufiger an Kastanien aufgetreten. Das Bakterium „Pseudomonas Syringae“ gilt als Auslöser dieser Komplexerkrankung. Befallene Bäume zeigen auffällige Rindenrisse am Stamm und in der Krone. Im weiteren Verlauf entwickeln sich aus den Rissen rostbraune bis schwärzliche Leckstellen mit Schleimfluss. Die Holzversprödung nimmt zu und ganze Kronenteile sterben ab, bis zum Totalversagen des Baumes. Baumpflegerische Massnahmen zur Erhaltung erkrankter Bäume sind nicht möglich, denn aktuell gibt es keinerlei Heilungsmöglichkeiten. Derzeit gilt das besondere Augenmerk der Baumkontrolleure den 183 städtischen Rosskastanien (149 Weissblüher und 34 Rotblüher). In den nächsten Jahren sind verstärkt Neuinfektionen zu befürchten.